Der Godeweg

Ein neuer Pilgerweg entsteht

Ein matriarchaler „Pilgerweg“ ist im Entstehen. Seine Hüterinnen sind in erster Linie Frauen, die sich über den Verein zur Unterstützung matriarchaler Gesellschaften und Vermittlung matriarchaler Werte MatriaVal e. V. zusammengefunden haben. Für das Projekt wurde der Name „Godeweg“ gewählt; Gode ist ein alter Begriff für die Göttin oder auch für Patin und Begleiterin. Die Goden dieses Wegs werden zum Beispiel Führungen und Tipps zu Unterkünften geben, die eine oder andere ist auch bereit, Wanderinnen und Wanderer bei sich aufzunehmen.
Auf www.godeweg.de werden alle bisher bekannten Godeorte und Gode-Rundwege vorgestellt. Es ist möglich, die Plätze mit dem Auto anzufahren und sie mit kurzen Fußwegen oder auf längeren Wanderungen zu erkunden. Einige Gegenden sind auch für Radtouren geeignet. Demnächst wird es auf der Seite auch Hinweise auf schöne Nebenstraßen, die zu den Orten führen, geben, so dass entschleunigtes Reisen möglich ist. Auch alte Römerstraßen und frühere Handelswege werden in das Verbindungsnetz eingebunden.
Zentraler Ort, an dem alle Wege zusammenkommen, soll der Hohle Fels in der Schwäbischen Alb sein, wo die „Urmutter vom Hohle Fels“ gefunden wurde, mit 40 000 Jahren die älteste Figur eines Menschen.
Bisher sind bereits an die 20 Godeorte erforscht und beschrieben worden, zum Beispiel der Hohe Meißner, die Landschaftsgöttin von Kirchheim unter Teck, das Matronen-Heiligtum in der Eifel, die Menhiranlagen bei Darmstadt, die Externsteine, die Himmelswege bei Halle oder das Wutachtal. Forscherinnen und Forscher rund um den Godeweg sind u. a. die Matriarchatsforscherin Heide Göttner-Abendroth, der Landschaftsmythologe Kurt Derungs und Annette Rath-Beckmann. Die Forschungen basieren auf schriftlichen und mündlichen Quellen und ziehen die Mythologie oder Etymologie heran. Manche Orte haben bereits eine Tradition als Fest- und Ritualplatz. Auch geomantische Besonderheiten können einen Ort zum Godeort werden lassen. Auf der Internetseite werden alle Orte beschrieben, bebildert und mit vielen Hinweisen versehen. Dort wird auch dazu eingeladen, in der eigenen Gegend zu forschen und die Ergebnisse an die Redaktion zu melden.


Link zum Godeweg

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