Mitten in 2012

von Marko Pogačnik erschienen in Hagia Chora 3738/2012

In dieser Kolumne beschreibt der Geomant, Bildhauer und Erdheiler Marko Pogaˇcnik seine Wahrnehmung der gegenwärtigen Erdwandlungen. Hier setzt er sich mit der Bedeutung des Jahrs 2012 auseinander, das er als Symbol für einen Wendepunkt in einem bereits laufenden, natürlichen Prozess der lebendigen Wirklichkeit begreift.

Die Vorstellung von einer mit dem Jahr 2012 assoziierten Endzeit ist heutzutage fast jedermann bekannt. Sie wurde vor einem Jahrzehnt von dem kalifornischen Künstler und Autor José Argüelles in die Welt gesetzt und hat inzwischen eine breite Ausdehnung gefunden. Der Kalender der Mayakultur, der viele Wandlungen auf dem Erdplaneten tadellos vorausgesagt hat, beendet einen seiner langen Zyklen im Jahr 2012. Ist damit das Ende der Welt vorausgesagt worden? Welche Bedeutung kann dieser Umstand heute haben, wenn wir uns schon mitten im inzwischen mythisch hochgeputschten Jahr 2012 befinden?
Meine geomantischen Erfahrungen zur Erdwandlung, von denen ich seit einem Jahrzehnt in dieser Kolumne berichte, stimmen mit der Interpretation des Mayakalenders überein – jedoch unter gewissen Bedingungen.
Erstens sollte man den Begriff der „Welt“ vom Begriff der „lebendigen Wirklichkeit“ unterscheiden. Mit der „Welt“ ist eine bestimmte Raum- und Zeitstruktur gemeint, durch welche die Lebensprozesse der Erde und des Menschen in der gegebenen Epoche ihren Ausdruck finden. Aus diesem Blickwinkel ist die gegenwärtige Weltstruktur – so wie alle vorherigen – begrenzt und kann logischerweise zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgedient haben.
Mit dem Begriff der „Wirklichkeit“ ist hingegen der mehrdimensionale Lebensstrom gemeint, an dem alle Lebewesen des Erdplaneten teilhaben. Dieser ist nicht von den zeit- und raumbedingten Verkörperungsprozessen abhängig, sondern in den Urbildern der Kausalebene begründet. (Zum Begriff der Kausalebene siehe mein Buch „Synchrone Welten“.)
Werden die Urmuster einer Epoche gewandelt, so haben wir es mit einer neuen Komposition der Wirklichkeit zu tun. Die Lebensprozesse werden auf neue Art mit-ein­ander verkoppelt, und die bestehende Organisation von Raum und Zeit verliert ihre Bedeutung und Daseinsberechtigung.
Seit mehr als einem Jahrzehnt berichte ich nun vom Abbau der gegenwärtigen Raum- und Zeitstruktur. Äußerlich wird dieser durch eine Folge von Umweltkatastrophen sichtbar, angesichts derer wir uns fragen sollten, ob wir als einzelne Menschen und als Kultur etwas dafür getan haben, um die Wandlungen zu akzeptieren und zu begleiten, damit sie friedvoll verlaufen könnten.
Andererseits weisen einige geomantisch Tätige beharrlich darauf hin, dass im unsichtbaren Bereich der Wirklichkeit eine neue Raum- und Zeitstruktur mit einem mehrdimensionalen Charakter entsteht. Sie wird, meinen Beobachtungen nach, auf der ätherischen Ebene bereits funktionsfähig.
Die inzwischen als mythisch verstandene Jahreszahl 2012 bezeichnet den entscheidenden Wendepunkt, an dem die alte Welt auf eine bestimmte Weise „flüssig“ wird und abfließt, ihren endgültigen Weg der Wandlung entlang. Gleichzeitig sollte die neue, mehrdimensionale Weltenordnung erscheinen. Das Leben und alle seine Erscheinungen, uns Menschen eingeschlossen, bekommen ein neues Gesicht, eine neue Art der Daseinsform. Es werden sich Tore zu anderen Daseinsdimensionen öffnen, die zur Zeit noch fest verriegelt sind …
Was bedeutet das für die Menschen und die anderen Lebewesen, die scheinbar unausweichlich an die bestehenden Daseinsformen gebunden sind? Sicherlich eine drastische Wandlung. Ich sage nicht, dass diese dramatische Umkehrphase schon im Jahr 2012 kommt. Sie kann ein Jahrzehnt später an uns heranprallen oder nach hundert Jahren auftauchen. Trotzdem wäre es sinnvoll, ihre Gesetzmäßigkeiten zu kennen, da wir schon mitten im Jahr 2012 sind.
Die Überzeugung, die ich in den letzten Monaten durch meine Kommunikationen mit dem elementaren Bewusstsein der Erde gewonnen habe, besagt, dass die Umkehrphase, wann immer sie kommen mag, ohne Hilfe der elementaren Welt nicht zu überstehen ist. Elementarwesen stellen jenen Bewusstseinsaspekt von Gaia dar, der die gewaltigen Umstülpungen am Körper der Erde meistern kann. Sie verkörpern die Erinnerung an ähnliche Übergangsphasen in der Geschichte der Erde, folglich auch die Erinnerung daran, wie man damit umgehen kann.
Aber wie erhält man Zugang zu dieser Hilfe? Die Antwort auf diese Frage muss man selbst erfahren. Die Wandlungsprozesse, die in der Umwelt sichtbar werden, können nach dem holografischen Prinzip stellvertretend auch im Inneren der Menschen verlaufen. Je mehr Menschen bereit werden, die Wandlungsprozesse im Inneren ihres mehrdimensionalen Körpers zu vollziehen, desto fließender wird der Prozess im Außen.
! Nun zu einer Übung! Sie beginnt am Hinterkopf. Dort, eine Spanne hinter dem Schädel, wo unsere Verbindung mit der geistigen Welt verankert ist, bündeln wir unsere Aufmerksamkeit.
! Von dort gleiten wir entlang der Wirbelsäule nach unten bis zum Steißbein. Hier ruhen wir für einige Momente und zentrieren uns im roten Punkt hinter dem Steißbein.
! Nun bewegen wir uns nach vorne und treten auf der Ebene des Steißbeins durch das interdimensionale Portal des Unterkörpers in seine elementare Unterwelt.
! Aus dem zentralen Punkt unserer Unterwelt heraus wird eine Kugelsphäre um den gesamten Körperraum gezogen – seine Kraftfelder einbezogen. Nun befinden wir uns innerhalb unseres Körperraums und zugleich im Körper der Erde. Nehmen Sie sich Zeit, dies zu spüren.
! Von dort aus können Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit höher in den Herzbereich gleiten oder noch höher in die Kopfmitte. Nur aus dem Erdinneren herausfallen sollten Sie nicht (bevor die Umkehrphase vorbei ist – falls sie sich just in diesem Moment ereignet).
! Solange keine Not uns drängt, im Schoß der Erde zu verbleiben, sind Sie frei, ins Tagesbewusstsein zurückzukehren, indem Sie die Aufmerksamkeit auf ein beliebiges Phänomen in der Umgebung lenken.
Auf Wiedersehen in der neuen Welt!