DER EINGANG

von Lars Christoph , Volker Albert erschienen in Hagia Chora 33/2009

Mit dem Thema „Eingang“ beginnt die Serie „Geomantie für Einsteiger“ in Hagia Chora. Jeweils zwei Autoren bereiten ein Thema verständlich und praxisnah auf. Den Anfang machen Volker Albert und Lars Christoph.

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Türen, Schwellen, Pforten aus radiästhetischer Sicht

Schwelle und Tür als Eingang des Hauses oder einer Wohnung bilden eine wichtige Grenze, die die fremde Außenwelt von der geschützten häuslichen Welt trennt. Im „Handbuch des deutschen Aberglaubens“, einer wichtigen Quelle für Volkstraditionen, werden die Tür oder die Schwelle als Grenze oder Übergang im wörtlichen oder übertragenen Sinn betrachtet: sowohl als Brücke, aber auch als Grenzlinie, an der man anhalten muss, bevor man eine neue Welt betritt.
„Sich eine Tür offen halten“, „vor verschlossenen Türen stehen“, „mit der Tür ins Haus fallen“ – viele deutsche Redewendungen machen die Bedeutung der Tür als sichtbare, reale Grenze zwischen innen und außen deutlich. Die Tür ist Eingang, Öffnung, Durchgang und Grenze zugleich. Viele Volksbräuche weisen auf die wichtige Bedeutung der Tür oder auch der Schwelle hin.
Eine Tür ist eine „Vorrichtung zum Verschließen einer Öffnung, eines Ein- oder Durchgangs“, heißt es im Lexikon. Schwelle, Türstock und Türblatt bilden insgesamt das, was wir heute allgemein als „Tür“ bezeichnen. Was war nun die ursprüngliche Tür als Trennung des unmittelbaren Lebens- und Wohnraums von der Außenwelt? Es war der Eingang zur Wohnhöhle prähistorischer Menschen, der bewusst klein und eng gehalten wurde, damit nicht jeder sofort eindringen konnte. Geschlafen wurde so weit wie möglich vom Eingang entfernt, um leichter Schutzmaßnahmen gegen Eindringlinge jeglicher Art ergreifen zu können. Dazwischen war meistens eine offene Feuerstelle, die zusätzlichen Schutz bot.

Die Gestaltung des Eingangs spricht Bände
In der Geomantie interessieren uns die vielschichtigen Ebenen der natürlichen wie der gebauten Umwelt. In Bezug auf den Eingang wäre eine Ebene seine Symbolik, die wir gerade angesprochen haben, eine andere die der Information: Was sagt uns der Eingang über das Haus und seine Bewohner? Welche Geschichte erzählt eine Schwelle über all die Menschen, die sie immer wieder überschritten haben?
Die Radiästhesie, das Wünschelrutengehen, ist ein Weg, um Zugang zu solchen Informationen und Geschichten zu erhalten. So wie ein schon lange Jahre tätiger Hausarzt an der herausgestreckten Zunge die Krankheiten seiner Patienten ablesen kann, so kann ein Radiästhet bereits am „Mund“ des Hauses, an der Tür, Informationen ablesen, ohne das Haus zu betreten. Ein erfahrener Rutengänger findet am Eingang wesentliche Informationen, allein indem er alle Sinne benutzt. Eine Rute, ein Pendel oder ein komlexes Werkzeug wie die H3-Antenne braucht er zunächst gar nicht in die Hand zu nehmen.
Wie einladend oder eher abweisend wirkt die Tür? Präsentieren sich Tür und Eingang hell und licht oder finster und dunkel? Ist die Tür als privater Haus- oder Geschäftseingang deutlich erkennbar? Wie großzügig ist der Eingang beschaffen? Muss ich mich bücken, um eintreten zu können, oder ist die Tür so schmal, dass ich mich hindurchwinden muss? Öffnet sich die Tür nach innen oder außen? Ist die Tür links oder rechts angeschlagen? Gibt es mehrere Schlösser und Riegel zur Sicherheit der Bewohner? Aus welchem Material besteht die Tür, und in welcher Farbe ist sie gestrichen? Trete ich nach Öffnen der Tür direkt in den intimeren Wohnbereich oder erst in einen schützenden Flur?
Diese und viele andere Fragen stellen sich beim bewussten Betreten eines Hauses. Die Antworten spiegeln etwas über die Wohnung und die dort lebenden Menschen wider. Wer einmal sein Augenmerk während eines Schaufensterbummels auf die unterschiedlichsten Eingänge von Geschäften gerichtet hat, kann nach einiger Erfahrung schon anhand der Eingangsgestaltung sagen, ob das jeweilige Geschäft gut läuft oder nicht, ob es kundenfreundlich ist und ob es als solches überhaupt eindeutig erkennbar ist.
Es gibt außer den erwähnten Fragen noch andere Bereiche vor einer Haustür, die vor der eigentlichen radiästhetischen Untersuchung mit der Rute zu beachten sind. Wie sieht der Bereich vor der Haus- oder Wohnungstür aus? Gibt es eine Pufferzone zwischen Tür und Straße? Wie ist die Klingel angebracht, und ist sie leicht zu finden? Wo hängt der Briefkasten? Gibt es eine Außenbeleuchtung, und wo sind deren Schalter?

Ja-Nein-Abfragen mit Rute oder Pendel
Wenn es Fragen gibt, die durch Augenschein nicht beantwortet werden können, kann eine Rute oder ein Pendel zur Abfrage einfacher Ja-Nein-Fragen genutzt werden. Wie macht man das? Das ist relativ einfach, besonders mit dem Pendel. Man schließt eine Vereinbarung zwischen seinem Bewusstsein und seinem Körper ab: Der Pendler programmiert sich, indem er sich z. B. entschließt, dass eine Hin-und-her-Schwingung quer zum Körper einem „Nein“ entspricht und eine Vor-und-zurück-Schwingung einem „Ja“. Das ist ähnlich, als ob ich etwas bejahe und zur Bekräftigung mit dem Kopf nicke oder etwas verneine und den Kopf hin- und herschüttle. Man kann die Bewegung auch andersherum definieren; allein wichtig ist die klare Vereinbarung mit sich selbst über die Bedeutung der Pendelbewegung.
Ähnlich funktioniert es mit einer Rute. Hier muss ich mich entscheiden, ob ich einen Rutenausschlag mit einem „Ja“ gleichsetze, oder ob umgekehrt das Ausbleiben des Rutenausschlags als „Ja“ gilt. Diese Entscheidung bleibt dann auch bestehen. Vorausetzung für beide Verfahren ist freilich, dass ich meine Fragen klar formuliere. Es musss eine sogenannte geschlossene Frage sein, die nur ein „Ja“ oder „Nein“ als Antwort zulässt.
Wenn ich also eine allgemeine Frage habe, wie z. B. „Trete ich nach dem Öffnen der Tür direkt in den intimeren Wohnbereich oder erst in einen schützenden Flur?“, muss ich diese in verschiedene einzelne Fragen aufteilen oder umformulieren, etwa „Befindet sich hinter der Eingangstür ein Flur?“. Hier kann nur ein Ja oder ein Nein als Antwort erwartet werden. Je mehr mit diesem einfachen Verfahren geübt und anschließend die Richtigkeit der radiästhethisch gewonnenen Antwort überprüft wird, man also einen Blick hinter die Tür wirft und schaut, ob der Flur tatsächlich vorhanden ist oder nicht, umso sicherer wird man in der Anwendung werden.

Die Rute macht sichtbar, was wir unbewusst wissen
Eines muss jedoch klar sein: Rute oder Pendel sind keine klassischen Messinstrumente. Man kann mit ihnen radiästhetische Besonderheiten wie Wasseradern oder Verwerfungen etc. nicht „messen“, und sie sind auch keine Antennen, um irgendwelche Strahlungen aufzufangen, selbst wenn Bezeichnungen wie „Lecher-Antenne“ diesen Eindruck erwecken. Diese radiästhetischen Instrumente dienen lediglich dazu, minimale körperliche Reaktionen sichtbar zu machen. Was der Körper oder unser Unterbewusstsein registriert, kann über Rute oder Pendel angezeigt werden. Dabei werden winzig kleine Muskelreflexe auf die Rute übertragen, die dann eine Anzeige erzeugt. Die Fähigkeit, das Körperwissen unverfälscht im Rutenausschlag sichtbar zu machen, lässt sich trainieren. „Üben übt“, sagt einer der Altmeister der Radiästhesie, der Architekturprofessor Eike Hensch, und macht damit deutlich, was zu tun ist: Üben, üben und noch einmal üben. Wenn nicht ständig trainiert wird, verkümmern die entsprechenden Fähigkeiten und Funktionen des menschlichen Organismus.
Man sollte sich also nicht zu sehr auf hochkomplizierte radiästhetische Techniken verlassen, sondern eher seinem Körper und dessen Reaktionen vertrauen. Das verstärkt das eigene Empfinden, und man wird mit wachsender Erfahrung immer besser werden. So steigt auch das Wissen, auf was der Körper plötzlich reagiert. Interpretieren zu können, was diese Reaktion aussagen will, ist nur durch Training zu erreichen. Auch hier ist wieder wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, was gesucht wird. Sonst gibt es Ausschläge auch dort, wo keine radiästhetischen Phänomene sind. Immer wieder wird sich mit der inneren Frage – selbst wenn mit Spezialruten entsprechende Werte eingestellt wurden – auf ganz einfache mögliche Antworten konzentriert. Je einfacher, umso klarer und deutlicher der Erfolg.
Im übrigen heißt auch beim Studium einer Eingangstür die erste Frage immer: „Kann oder darf ich für dieses Projekt arbeiten?“ 

Volker Albert, Major a. D., seit zwanzig Jahren tätig im Bereich Direktmarketing, Persönlichkeitsentwicklung und Business-Geomantie, Buchautor, Präsident der Deutschen Tinnitus-Liga; www.business-geomantie.de

 

Der Eingang – eine geomantische Betrachtung

Der Eingang ist in der Geomantie für die „Energieversorgung“ des Gebäudes – man spricht in Anlehnung an die chinesiche Geomantie auch vom Qi – die wichtigste Öffnung. Er erinnert die Menschen an die Verbindung zwischen außen und innen, die lebenslang die immerwährende Aufgabe darstellt, für eine gute Balance zu sorgen. Wie innen, so außen.
Dementsprechend sollte der Eingang als neuralgischer Punkt des Hauses auch bei der Gestaltung besondere Beachtung finden. Er soll einladen, uns von der Ferne begrüßen, die Individualität der Bewohner verraten. Gleichzeitig sollte der Eingang zum Innehalten auffordern, zu Achtsamkeit, um so auf selbstverständliche Weise zu diesem kleinen Ritual des Durchschreitens einzuladen. Das belebt Haus und Mensch. Diese Aufgabe erfüllen z. B. die Türleibung oder auch zwei gleiche Steine, die den Eingang bewachen und gleichermaßen den Besucher begrüßen.
Wie kann ich mich aktiv und spielerisch mit dem Thema Eingang und seiner Gestaltung auseinandersetzen? Ich empfehle für die Wahrnehmungsschulung eine kleine meditative Einstimmung: Zur Ruhe, zur eigenen Mitte kommen und ganz präsent sein im Hier und Jetzt. Den Ort als Wesen begrüßen, sich ganz auf ihn einlassen und dann in die vielbeschriebene „absichtslose Konzentration“ gehen. In eine achtsam-spielerische Beschäftigung mit dem Thema Eingang kann man auch gut Freunde und Familienmitglieder einbeziehen und sich mit ihnen austauschen. Viele Puzzlesteine ergeben ein Ganzes. Die folgenden Übungen sind als Beispiele gedacht.

Übung: Annäherung
Entfernen Sie sich zu Fuß von ihrem Wohnort, drehen Sie eine Runde, und nähern Sie sich aus gutem Abstand dem Haus, in dem Sie wohnen. Stellen Sie sich vor, zum ersten Mal an diesen Ort zu kommen, Ihr eigener Besucher zu sein. Was ist Ihr erster Eindruck? Was fällt Ihnen auf? Wie fühlt der Ort sich an? Können Sie vielleicht den Charakter oder ein Wesensmerkmal beschreiben? Ist besonders der Eingang anziehend, einladend, Ihnen sympathisch? Vielleicht können Sie sich noch an den ersten Eindruck Ihres jetzigen Wohnorts, der mitunter viele Jahre zurückliegt, erinnern.
Nehmen Sie diese Erfahrung als Anlass, darüber nachzudenken, welche Veränderung der Ort nötig hätte, was einladender, Ihnen entsprechender gestaltet werden könnte. Könnte es z. B. neben der festen Gestaltung des Eingangs auch eine sich wandelnde oder zyklische Gestaltung geben, die auf Jahreszeiten oder Jahresfeste Bezug nimmt?
Übung: Überflüssiges weglassen
Gehen Sie ganz bewusst auf den Eingang zu. Nähern Sie sich seinem Wesen. Wie verändern sich besonders auf den letzten Metern Ihre Stimmungen, Ihre Gefühle? Was stört, was ist vielleicht zuviel? Ist die Strecke spannend, wohltuend, ansprechend?
Diese Strecke sollte klar und frei sein, kein Zuviel, keine unklare Situation, keine Irritationen. Kein Blick auf Mülltonen oder Gerümpel. Ein geschwungener Weg, Pflanzen, ein Windspiel, ein Gedicht oder ein Bild stärken hingegen den Eingang. Eine individuelle Gestaltung stärkt die Identität der Bewohner. Ein gutes Indiz für einen gelungenen Eingang ist, wenn er das Gefühl vermittelt, dass einen der Ort mit offenen Armen in freudiger Erwartung empfängt. Eine erhebliche Irritation könnte sein, dass ich von der Ferne einen Eingang sehe, auf ihn zu­gehe und erst kurz zuvor feststelle, dass der eigentliche Eingang hinter dem Haus ist, so dass gestalterisch der Nebeneingang zum Haupteingang wurde. Unglücklich auch, wenn ich über Hinweisschilder zum Eingang geleitet werde – hier sollte die Gestaltung ausreichen.

Übung: Die Türe öffnen
Öffnen Sie die Türe. Ganz entscheidend ist jetzt wieder der erste Eindruck. Wo bleibt mein Blick haften? Oder sucht er vergeblich? Gut, wenn Sie hier von einer klaren, einfachen Gestaltung begrüßt werden, statt von einem Schuhregal oder der unaufgeräumten Ablage für Schlüssel und Merkzettel. In der Diele sammeln sich gern die verschiedensten Dinge, die im ungünstigsten Fall das Gefühl von Chaos vermitteln. Besser ist eine freudige Botschaft – ein Blickfang, der mich begrüßt, ein Blumenstrauß, ein Gemälde. Hauptsache, der Blickfang ist klar und schnell erfassbar. Er sollte auch kein Spiegel sein.
Der nächste Schritt ist die Orientierung: Wohin soll ich mich wenden, wo geht es weiter zu den Hauptaufenthaltsräumen? Wird mein Interesse spielerisch dahin geleitet, oder stehe ich fragend im Flur und lande als Unbekannter vielleicht versehentlich in der Toilette oder im Hauswirtschaftsraum? Die Wohnzimmertür sollte sich klar von anderen Türen unterscheiden und mich besonders anziehen.

Übung: Dem Körper zuhören
In all diese Schritte der Neuentdeckung Ihrer Wohnung bzw. Ihres Hauses beziehen Sie möglichst viele Sinne Ihres Körpers unmittelbar ein: Wie klingt der Ort? Wie riecht er? Wie fühlt sich die Oberfläche der Tür an? Danach nimmt man sich am besten Zeit, um zu reflektieren und sich an das zu erinnern, was einem begegnet ist – mitunter ist ein kleiner zeitlicher Abstand hilfreich, da im Moment der Wahrnehmung die einzelnen Eindrücke nicht sofort differenziert werden können.
Sie können den Weg auch noch einmal gehen und sich nur auf die Frage konzentrieren: Was macht mein Körper mit mir, wo zieht es mich hin? Auch auf den Drehimpuls des Körpers können wir achten: Dreht er sich leichter nach rechts oder links? Das bedeutet: Sind wir eher einer aufladenden oder abladenden Kraft ausgesetzt? Wir benutzen unseren Körper wie ein Pendel. Grundsätzlich können dynamisierende oder abladende Orte durchaus wechseln, jedoch an den Stellen, die uns zum Innehalten auffordern – wie vor der Gartentür, vor der Eingangstür oder im Flur –, sollten Sie sich klar nach rechts drehen! Ein Drehimpuls nach links liegt womöglich an Einflüssen wie abladende Erdstrahlen, Elektrosmog, Energieblockaden oder die Gestaltung. Die Wirkungen der Einflüsse bedingen einander, und eine passende, kraftvolle Gestaltung kann die anderen Einflüsse zumindest stark dämpfen.

Lars Christoph betreibt in Weimar ein Planungsbüro für ökologisches Bauen. Er ist Geomantieberater und Kursleiter; www.geomantie-bauen.de

 

Das Buch zum Thema: „Die Kraft des Übergangs“
Der bekannte Geomantie-Autor Harald Jordan, der in Worpswede das Institut für transformierende Bau- und Lebenskunst „Elikon“ leitet, hat ein Buch dem Thema „Eingang“ gewidmet: „Die Kraft des Übergangs. Die energetische Wirkung von Tür und Schwelle“ (AT-Verlag, 2004). Das Buch ist mit seinen 120 Seiten auch für Einsteiger keine Überforderung und geht dabei dennoch in die Tiefe, da sich Harald Jordan der Bedeutung des Übergangs von einem Innen- zum Außenraum sehr bewusst ist.
„Übergang ist auch das Über-sich-Hinausgehende. Dann geht man in einen anderen Lebensraum und spricht vom ‚Schlüsselerlebnis‘. … Ein sinnliches Erleben des Übergangs ist uns in Resten geblieben: der plötzliche Wechsel von Kälte und Wärme, von Trockenheit und Nässe und auch der Bewegungsablauf beim ‚Füßeabtreten‘ auf der Matte. Das aber ist zu wenig. Die Gestaltung des Übergangs, die Bewegungen der Tür, das wiederholte Durchschreiten können dagegen ein morphisches Feld schaffen, das uns stärkt und belebt.“
Harald Jordan setzt bei grundlegenden Aspekten von Baukultur und Körperwahrnehmung an, deshalb ist sein Buch ein idealer Einstieg in die Geomantie. Kurze Kapitel widmen sich zum Beispiel der Spannung zwischen zwei Polaritäten (innen/außen, die zwei Seiten des Eingangs), den Phänomenen „Zwischenraum“ (die nicht-sichtbare Lücke, die der Eingang einrahmt) oder „Grenze“, den Begriffen Energie und Information, der Symbolik einer Öffnung oder einer Schwelle, die in traditionellen Kulturen oft kultische Bedeutung hatte.
Das Buch lädt ein, durch die eigene Wohnung zu gehen und sich einen „Kraftfluss“ vorzustellen, der durch Türen und Fenster kommt und das ganze Haus belebt. Daraus ergeben sich Gestaltungsimpulse. Ein Kapitel ist der harmonikalen Gestaltung, der einem Haus zugrundeliegenden Musikalität, gewidmet. Ein weiterer Abschnitt gibt konkrete Gestaltungsvorschläge für Übergänge. Anschauliche Zeichnungen erklären hier auch komplexere energetische Phänomene, wie die radiästhetische Beziehung von Ecksteinen. Ein Rezeptbuch allerdings, das vom Leser nichts weiter verlangt als das Abarbeiten vorgefertigter Schritte, ist es nicht. Vielmehr regt Jordan zum selbständigen Denken an. Er lenkt den Blick auf Verborgenes und öffnet den Lesern in einer Zeit, in der wir ohne Übergang von einem Termin zum anderen hasten, eine Tür zu Räumen, die Kraft spenden können. Anna Siegenthaler


Buchtipps für einen allgemeinen Einstieg in die Geomantie:

Lara Mallien, JohannesHeimrath (Hrsg.): „Was ist Geomantie?“, ­Drachen Verlag, 2008
Stefan Brönnle: „Landschaften der Seele“, Schirner Verlag, 2006
Marko Pogaˇcnik: „Das geheime Leben der Erde“, AT-Verlag, 2008
Harald Jordan: „Orte Heilen“, AT-Verlag, 2008
Nigel Pennick: „Die alte Wissenschaft der Geomantie“,
Dianus Trikont, 1982, antiquarisch erhältlich.

Buchtipps zur Radiästhesie:

Hartmut Lüdeling: „Handbuch der Radiaesthesie“, Drachen Verlag 2008
Eike Hensch: „Geomantisch Planen, Bauen und Wohnen“, zwei Bände, Drachen Verlag 2008
Jörg Purner: „Radiästhesie – Ein Weg zum Licht?“, Astrodata, 1993
Hans-Dieter Betz: „Phänomen Wünschelrute“, Drachen Verlag, 2008