Die Erde wandelt sich

In dieser Kolumne beschreibt der Geomant, Bildhauer und Erdheiler Marko Pogacnik seine Wahrnehmung der gegenwärtigen Erdwandlung. Im vergangenen Herbst erfuhr er die besondere Planeten-Konstellation am 11. November 2003 als Geburt einer neuen â€

von Marko Pogačnik erschienen in Hagia Chora 18/2004

Die Erde wandelt sich
Der Prozess der Erdwandlung lässt sich am ehesten so verstehen: Das alles durchdringende Bewusstsein des Universums - die weiblich-männliche Gottheit - bietet uns auf dem Weg zum ökologischen Zusammenbruch eine Chance zur Umkehr an. In jeder Phase des Wandlungsprozesses wird eine wunderbare Problemlösung angeboten. Diese Lösungen werden jedoch nicht Wirklichkeit, wenn wir Menschen sie nicht wahrnehmen und wenigstens versuchen, sie im täglichen Leben umzusetzen. Wir können dies auf meditative Weise tun, durch unsere veränderte Haltung einem bestimmten Lebensaspekt gegenüber oder durch Taten, die in Übereinstimmung mit der Ganzheit stehen. Doch die Erdwandlung läuft nicht automatisch ab. Dies tut nur die Weltzerstörung. Die Gesundung beruht auf persönlicher Entscheidung und individuellem schöpferischem Einsatz bzw. bewusster Gruppenkreativität. Deshalb sollte man miteinander darüber sprechen, einander bei der Umsetzung der Wandlung unterstützen und sie durch gemeinsame Meditationen unter uns Menschen verankern, damit die wunderbaren Möglichkeiten nicht in Vergessenheit geraten. Ich befürchte, letzteres ist bei der einzigartigen Himmelskonstellation vom 9. November 2003 geschehen. An diesem Tag standen neun Planeten in der Form des Davidssterns am Firmament. Ich bin am Tag zuvor nach Skandinavien geflogen und konnte dieses kosmische Ereignis gut wahrnehmen. Ich sah, wie sich hoch in der Atmosphäre ein goldenes Netzwerk der Inspiration aufbaute, das einzelne Fokusse der Christuskraft miteinander verband, und von der Erde stieg ein silbrig anmutendes Netzwerk ihrer Kräfte auf. Man konnte spüren, dass im Raum zwischen den beiden Netzwerken eine zukunftsweisende Qualität entstand. Haben wir genug getan, um das Angebot vom 9. November im Alltag umzusetzen? Ich kann von mir sagen, dass ich keine Vorstellung davon hatte, welcher Schritt unternommen werden sollte, um dem Angebot gerecht zu werden. Jedenfalls kehrte sich diese Entwicklung spätestens am 24. November 2003 um. Ich erkannte durch Träume und räumliche Wahrnehmungen, dass ein dramatischer Sturz bevorsteht, wenn wir die beschriebene Chance ungenutzt lassen. Aber Anfang dieses Jahres hatte ich noch immer keine Ahnung, worum es geht. Erst am 18. Januar 2004 kam die Aufklärung. Einige Menschen vom "Lebensnetz Geomantie und Wandlung" tauschten ihre Erfahrungen aus, wodurch Klarheit entstand. Durch das Ereignis vom 9.11.2003 (übrigens eine Umkehrung des 11.9.2001), wurde der Kern des neuen Erdraums geboren. Damit ist nicht die physische Erde gemeint, sondern die vitalenergetische Sphäre des Planeten, die das Leben auf der Erdoberfläche erst möglich macht. Die Menschen haben das Ereignis nicht bewusst genug wahrgenommen, um es praktisch umsetzen zu können. Unsere eigenen entfremdeten Kräfte, die der epochalen Wandlung der Erde und des Menschen entgegenwirken, waren jedoch wach genug, um zu erkennen, dass es sich um eine entscheidende Phase handelt, ohne die sich der Wandlungsprozess nicht weiter entfalten kann. Sie haben unsere Unklarheit ausgenutzt, um die neu geborene Raummitte im entlegensten Winkel des irdischen Kosmos zu verstecken. Bildlich gesprochen, haben sie die goldene Kugel der Raummitte in den Brunnenschacht hinter unserem Rücken geworfen. Um dem zu begegnen, haben wir vom Lebensnetz weltweit folgende Meditation ins Leben gerufen, durch die die Kugel der Mitte aus dem Brunnenschacht geholt und danach in der eigenen Herzmitte aufgehoben wird: 1) Zentriere dich in deinem Herzzentrum. Baue von dort aus eine Brücke auf, die spiralartig um deinen Kopf herum und tief hinunter in deinen Rückenraum hinein führt. 2) Mache dich ganz klein, und gehe auf der Brücke tief in deinen Rückenraum hinein. 3) Nachdem du auf der Höhe des Steißbeins angelangt bist, findest du dort einen tiefen Brunnen. Steige in den Brunnen hinab, und suche im Schlamm nach der goldenen Kugel. 4) Nachdem du sie gefunden hast, reinige sie und nimm sie ans Herz. Trage sie aus dem Brunnen über die Brücke in deine Herzmitte. 5) Lasse von der goldenen Kugel in deiner Herzmitte Strahlen ausgehen, die die neu gefundene Mitte des Erdraums mit allen Aspekten der Gesellschaft, der Natur und des Universums verbinden. Ich meine, dass man mit dieser Meditation gut erspüren kann, dass der neue Erdraum nicht mehr außerhalb von uns in der so genannten Objektivität liegt. Die enorme Kraft des neuen Raums zentriert seine Mehrdimensionalität in der Herzmitte jener Menschen, die den Erdraum bewusst und liebevoll als eigenen Lebens- und Schöpfungsraum pflegen wollen. Dabei geschieht etwas Gewaltiges: Der neue Raum hat so viele Zentren, wie es solche Menschen gibt. Dadurch kommt eine unglaubliche Vielfalt zustande. Simultan dazu sollte man sich vorstellen, dass es logischerweise keine Vielzahl von "Mitten" gibt, sondern nur eine einzige, die uns alle verbindet und die durch uns alle aufrechterhalten wird.