Archäologie und Radiästhesie

Ausgrabungen mit Unterstützung der Lecher-Antenne

von Eike Georg Hensch erschienen in Hagia Chora 1213/2002

In seiner langjährigen Praxis als Radiästhet hat Eike Hensch vielfach auch mit Archäologen zusammengearbeitet. Beim Bau des Nienburger Rathauses konnte er auf dem Baugelände die zu untersuchenden Brunnenanlagen identifizieren - für das Ausgrabungsteam ein entscheidender Zeitvorteil.

Geomantische Arbeit mit radiästhetischen Hilfsmitteln erstreckt sich nicht nur auf das Erleben und Erforschen vorhandener Landschaftsstrukturen. Sie gibt uns auch die Möglichkeit, alte Kulturdenkmäler und dergleichen aufzuspüren. Wichtiges Hilfsmittel ist dabei die moderne Radiästhesie mit ihren bestimmter Grifflängen und Frequenzen, die bei Geomanten landläufig bekannt sind. Das verfeinerte radiästhetische Instrument dazu ist die abstimmbare Lecherantenne nach dem Physiker Reinhard Schneider (†) und die neue H3-Antenne. Aufschlussreich für die archäologische Forschung an wichtigen Kulturdenkmalen sind historische, meist aufgelassene Brunnenanlagen. Die Bestimmung der Standorte historischer Brunnenanlagen war offensichtlich ein Arbeitsergebnis altvorderer Rutengänger. Sie konnten bei der Standortsuche von Brunnenanlagen hochwertigere Wässer von minderen unterscheiden, was mit der Polarisation des Schwingungsbildes der Wässer, dem Mineralgehalt, Eisenoxydanteil und anderen Faktoren zu tun hat. Die Brunnenanlagen in der Innenstadt Nienburgs, im Urstromtal der Weser auf einer Sanddüne erbaut, sind auf rechtsdrehend abstrahlenden Wasseradern oder Kreuzungssystemen davon errichtet worden. Bei unterschiedlich hohen Fließhorizonten auf wassertragenden Ortsstein- oder Lehmschichten, hervorgerufen durch zwei Eiszeiten, ergeben sich die in der Geomantie erforschten kreuzenden Fließsysteme mit einer Abstrahlung hoher Energiedichte. Sie ermöglicht dem Radiästheten, Standortpeilungen aus größerer Entfernung vorzunehmen.

Radiästhesie an Brunnenanlagen

In den Jahren 1988 bis 1991 wurde in der Innenstadt von Nienburg nach Auslobung eines Architekturwettbewerbes ein neues Rathaus errichtet. Bis zum Beginn der Bauarbeiten war die entsprechende Freifläche für parkende Fahrzeuge genutzt worden. Wenige Wochen vor dem Ausheben der Baugrube entschloss man sich kurzfristig, die Gesamtfläche nach historischen und kulturell überlieferten Vorkommnissen und Bedeutungen zu erforschen. Studierende einer deutschen Hochschule aus dem Fachgebiet Archäologie begannen mit den Ausgrabungen, insbesondere der historischen Brunnenanlagen. Aufgelassene, also nicht mehr genutzte Brunnen dienten nämlich der Bevölkerung als Schuttabladeplatz für zerbrochene Güter wie Geschirr, Krüge, Tontöpfe und dergleichen. Auch zerbrochene Fliesen gehören dazu. So konnte man anhand der "aufgefüllten" Brunnen - sorgfältig abtragend bei der obersten Schicht beginnend - die Zeitläufte eines Teils der Nienburger Kulturgeschichte nachvollziehen. So konnte genau datiert werden, wann z.B. ein Schiff mit besonderen Fliesen aus Holland in Nienburg anlandete oder wann dieses oder jenes typische Geschirr verwendet wurde. Die einzelnen Stücke sind chronologisch geschichtet und sollen im Museum Nienburg für die Betrachtung zugänglich gemacht werden. Derzeit dienen die Ergebnisse jungen Wissenschaftlern bei der Promotion. Obwohl die Baggerfahrzeuge bereits angerückt waren und mit dem Aushub der Baugrube begonnen wurde, konnten einzelne Brunnen sorgsam mit Löffel und Spitzkelle zügig entleert, aufgezeichnet und kartiert werden. Die Lage der Brunnen unterhalb der Sandschüttungen und Bauschuttmassen der letzten Jahrhunderte konnten mit dem für Wasseradern typischen Lecherwert 7,8 und 3,1 angepeilt und gefunden werden. Als Peilhilfe dienten dielektrische Peilspitzen, die auf die "Wasserwellenlängen" abgestimmt waren. Um eine klare Übersicht über die Lage der verschütteten Brunnen zu erhalten, wurde die radiästhetische Peilarbeit zunächst von einem Baukran aus vorgenommen. Mittels Kreuz- oder "Navigationspeilung" mit der Lecherantenne und angeschlossener dielektrischer Peilspitze waren die Brunnenanlagen schnell ermittelt. Die unterirdischen Wasserläufe wurden anschließend radiästhetisch abgesteckt und mit Maßbändern ausgelegt. Es ist wichtig, bei der radiästhetisch-geomantischen Arbeit darauf zu achten, keine Metallmaßbänder zu benutzen. Sie wirken durch ihre Resonanzfähigkeit wie Antennen und können unkontrolliert streuende Felder erzeugen. Deshalb verdeutlichten wir die Schwerpunktlinie der Wasseradern mit Leinenmaßbändern. Mit Hilfe des Polarisationsrings ließ sich die rechts- oder linksdrehende Wirkung (euphorisierend oder nicht) zusätzlich ermitteln. Die einzelnen Brunnenanlagen, insbesondere ihre aus Backsteinen gemauerten Rundformen, erzeugen kreisförmige Reaktionsstrukturen ähnlich so genannter Blind Springs. Die Brunnenanlagen sind aus trapezförmigen Tonziegeln als Rundformen angelegt oder auch aus orthogonal gefertigten Steinen, die rechteckige Brunnen ergeben. Um Zu- und Abflüsse zu ermitteln, sollte man bei Brunnenanlagen, mit dem Rücken zur Anlage arbeitend, den Brunnen peripheral umschreiten, also niemals mit der Rute auf den Brunnen zulaufen. Bei in Betrieb befindlichen Brunnen lassen sich durch Pumpversuche Zufluss und Abfluss durch unterschiedliche Intensitäten und die Kontrolle der unterschiedlichen Kantenbreiten der Schwerpunktzone feststellen. Je mehr Wasser fließt, desto größer ist die Kantenbreite der Schwerpunktzone. Schmilzt sie auf eine Reaktionslinie zusammen, handelt es sich um eine nicht mehr Wasser führende Ader. Man findet solche Zonen bei ehemaligen Fluss-Schleifen von Überschwemmungsgebieten. Es gelang, die Brunnenanlagen im Bereich des Nienburger Rathaus-Neubaus auf schnellstem Wege zu ermitteln, so dass die Archäologen innerhalb weniger Tage mit ihren Ausgrabungen beginnen konnten.

Pfahlhäuser

Ein zusätzliches Forschungsergebnis auf radiästhetisch-geomantischer Basis waren die Funde einiger Pfahlhäuser. Reste von zerfallenen, eingegrabenen Holzpfählen umhegten rechteckige Bereiche von wenigen Quadratmetern Größe. Innerhalb dieser Zonen war der Erdboden nicht homogen und natürlich gewachsen, sondern von vielfältiger Struktur und Farbe. Die Archäologiestudenten waren in der Lage, die Farbigkeit der Schichten sorgfältig mit Buntstift auf Papier zu bannen. Wichtig - auch für den Geomanten - sind seitliche Ansichten derartiger Bodenaufbauten. Für einen solchen Grabenschnitt wurde eine Hartfaserplatte mit Montageschaum beschichtet, und der noch nicht erhärtete Schaum gegen die Ausgrabungswand gedrückt. Die einzelnen Bodenpartikel blieben am Schaum haften, so dass die Platte mit dem konkreten Abbild ins Museum gebracht werden konnte und dem Betrachter zur Verfügung steht. Dieser Abklatsch vermittelt einen unverfälschten Eindruck der Ausgrabung. Es kann auch radiästhetisch daran gearbeitet werden, wenn die Frequenzen des Montageschaums unberücksichtigt bleiben.

Geomantische Erkundungen

Radiästhetische Arbeit kann den Archäologen eine große Hilfe sein. Sie basiert auf Erscheinungen, vergleichbar der Mikrowellenspektroskopie, wie sie in der Baugrundortung durch Radartechniken neuerdings angewendet werden. Die einzelnen Bodenveränderungen können aufgrund ihrer typischen Frequenzmuster ermittelt werden: Gebrannter Ton unterscheidet sich deutlich von sandigem Lehm, eine Veränderung im Bodenbereich deutlich von homogenen Strukturen. Mit der Testobjekt-Technik lassen sich auch verrottete Eichenbalken im Erdreich erspüren. Auch die Arbeit mit Sonden zur Schichten- und Tiefenbestimmung ist eine Hilfe.Neuerdings werden für archäologische Ausgrabungen Erkundungsflüge bei besonderen Wetterlagen und Feuchtigkeitsverhältnissen des Bodens durchgeführt. Dabei zeigen sich z.B. ehemalige Wallanlagen oder sonstige Spuren der Kulturgeschichte unterhalb der Ackerkrume. Auch an diesen Luftbildern lässt sich feinradiästhetisch forschen, um den Ausgrabenden Hilfestellung zu bieten. Im Zusammenwirken mit Bodenerkundungen durch Sonden können auch hier hilfreiche Arbeitstechniken entwickelt werden.

Kulturfrevel

Viele Objekte der Kulturgeschichte, die im Erdreich vergraben gefunden werden, haben eine geomantische Bedeutung, z.B. können sie Hinweise zu Feldveränderungspraktiken sein. Ihre Wirkung entfalten sie demnach ortsgebunden. Es mag verständlich sein, dass man die Gegenstände in ein Museum schafft, doch wenn man ihre ortsabhängige geomantische Bedeutung bedenkt, ist ihr Entfernen einem "Kulturfrevel aus Unwissenheit" vergleichbar. Hier können ausgebildete Geomanten den Ausgräbern und Museumsleitern beistehen. Wenigstens sollte die vorhandene geomantische Feldstruktur nach den Parametern der modernen Radiästhesie erfasst und kartiert werden. Ein Beispiel für eine ortsbedingte und damit geomantische Beeinflussung ist die Lage eines römischen Ziegelbrennofens im Gebiet des Ausgrabungsgeländes Augusta Raurica in der Schweiz. Der Brennofen wurde auf rechtszirkular abstrahlenden geomantischen Zonen, einer rechtszirkular abstrahlenden Wasserader und einem künstlichen Zufluss rechtszirkularen Wassers angelegt. So ergeben sich bei nicht zu heißem Brand rechtszirkular abstrahlende Ziegel. Offensichtlich wussten die römischen Baumeister um diese harmonisierenden Veränderungen von Baustoffen, denn jeder "rechtsdrehende" Ziegel wurde mit einer Signatur versehen - ein Beispiel für eine frühe Form der heute vieldiskutierten Qualitätssicherung.