Quod erat demonstrandum

von Peter von Buengner erschienen in Hagia Chora 9/2001

Der erste Diskussionspunkt in diesem Forum wirft die Frage auf, wie der Radioniker mit dem Zwiespalt umgeht, dass es für die komplexen Hypothesen aus dem erweiterten Feld der Quantenphysik zwar interessante Analogien, meist aber keinerlei Ansätze für Verfahren und Technologien gibt. Diese Frage muss man in zwei Teile dividieren. Zum einen ist es richtig, dass bei der Funktionsweise bisher gebräuchlicher Radionik-Geräte, die mit Skalarwellen arbeiten, dieser Zwiespalt trotz aller Forschung auf diesem Gebiet fortbesteht. Skalarwellen – auch Teslawellen oder Longitudinalwellen genannt – sind mit keinem wissenschaftlich anerkannten Messgerät nachzuweisen. Nur wenn der Mensch sich als Messinstrument zur Verfügung stellt, kann er mit Pendel, Rute, EAV oder ähnlichem diese Wellen "messen". Ein Beweis ist das im wissenschaftlichen Sinne aber nicht. In der Praxis gibt es jedoch immer wieder spektakuläre Fälle, welche die Wirksamkeit radionischer Sendungen via Skalarwellen eindrucksvoll dokumentieren. Ganz anders sieht es da bei Radionik-Geräten der neuen Generation aus, die mit verschränkten Photonen, so genannten Zwillingsphotonen, arbeiten. Zu diesem Phänomen existieren inzwischen neben den wissenschaftlichen Theorien auch praktische Anwendungsmöglichkeiten. Photonen sind Lichtteilchen und Zwillingsphotonen demnach zwei ("eineiige") Lichtteilchen, die, ähnlich wie beim Menschen, sehr eng miteinander verbunden sind. Ihre "Geburt" erfolgt durch den Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Positron. Dieser Vorgang läuft im ganzen Universum ständig ab, kann aber auch vom Menschen künstlich ausgelöst werden. Das Besondere an diesen verschränkten Lichtteilchen ist, dass sie über jede beliebige Distanz gleichzeitig Kontakt zueinander halten und so jederzeit (elektromagnetische) Informationen austauschen können. Sie tun das durch "Morsezeichen", ihr Code besteht dabei aus horizontaler oder vertikale Vibration. Professor Zeilinger ist es 1999 gelungen, dies erstmals im praktischen Versuch nachzuweisen; er hat dann auch an der Entwicklung einer ersten industriellen Anwendungsmöglichkeit mitgewirkt. Die besonderen Eigenschaften wurden zur verschlüsselten Übermittlung eines Bildes (der Venus von Willendorf) über 10 Kilometer Distanz vom Computer "Alice" zum Computer "Bob" genutzt. Bei Alice befand sich ein Zufallsgenerator, der über einen elektro-optischen Modulator die Vibrationsrichtungen der Photonen horizontal oder vertikal (+1 oder -1) polarisieren konnte. Bei Bob war ein Detektor angebracht, der die Vibrationsrichtung erkennen konnte. Nun wurde beim Computer Alice das Bild der Steinzeit-Venus durch einen Code verschlüsselt, den der Zufallsgenerator festlegte und der dann sofort an das Photon 1 (siehe Grafik) übermittelt wurde. Im gleichen Moment kannte ihn aber auch sein Zwilling, das Photon 2 beim Computer Bob. Bob’s Detektor gab nun den Schlüssel des Photons 2 frei, so dass das entschlüsselte Bild wieder hergestellt werden konnte. Dieser Versuch hat wissenschaftlich bewiesen, dass Informationen durch Zwillingsphotonen gleichzeitig übertragen werden können. Radionik-Geräte der neuen Generation nehmen nun von den Objekten, die behandelt werden sollen, Fotos über digitale Kameras auf. Ein Foto bildet bekannterweise die Photonenstrahlung (Lichtreflektion) ab, die zum Zeitpunkt der Blendenöffnung durch das Objektiv gelangt. In jeder Photonenstrahlung befindet sich immer auch ein gewisser Prozentsatz von Zwillingsphotonen. Eine digitalen Kamera sampelt diese in Bits und Bytes und speichert sie auf der Festplatte. Damit besteht die Möglichkeit, durch Veränderung der Polarisation (Information) der verschränkten Photonen auf der Festplatte auch die beim abgebildeten Objekt verbliebenen Zwillinge zu "informieren". Für den Radioniker ist es aber nun selbstverständlich nicht so interessant, ein Bild der Venus von Willemsdorf zu übermitteln – eher schon die Schwingung von homöopathischen Mitteln, Heilsteinen, geomantischen Abhilfen etc. Empirisch ist das schon lange Fakt und wirkt auch abseits von (unterstellten) Placebo-Effekten, z.B. in der Gewässersanierung. Dank Professor Zeilinger von der Universität Wien (siehe Homepage der Uni Wien, www.quantum.at, unter entangled photons) ist das seit 1999 auch wissenschaftlich erwiesen! Es geht also inzwischen weniger darum, ob man den Zwiespalt zwischen Theorie und Praxis als Radioniker aushält, sondern wie die konservativ denkende akademische Gemeinde mit dem bröckelnden Schutzwall zu den sogenannten Grenzwissenschaften umgehen wird.

Der Scan-Vorgang

Quantenphysik funktioniert aber nicht nur für die Übertragung von Information durch den Radionik-Computer auf das gewünschte Objekt, sondern auch umgekehrt: Die Funktionsweise des "quantec"-Geräts kann am besten anhand eines Experimentes veranschaulicht werden, über das Rupert Sheldrake in seinem neuen Buch "Der siebte Sinn der Tiere” auf Seite 322 berichtet: Küken wurden beim Schlüpfen so auf einen zufallsgesteuerten Roboter konditioniert, dass sie ihn für ihre Mutter hielten. Solange sich im Käfig keine Küken befanden, bewegte sich der Roboter in seinem gesamten Areal hin und her. Als aber die Küken, die ja in dem Roboter ihre Mutter sahen, in den Käfig gesetzt wurde, reichte deren Ein-Tages-Bewusstsein (!) aus, um den Roboter nunmehr immer in der Nähe ihres Käfigs zu halten. Dieser sensationelle Versuch gibt zu denken: Der unbewusste Wunsch der Küken kann den Roboter steuern. Ihre Erwartung erzeugt ein Feld, das intrinsische Intelligenz besitzt, es weiß aus sich heraus, wie dieser Roboter, der Zufallsgenerator und die Steuerung funktionieren! Beim Bau von "quantec" wurde genau derselbe Mechanismus genutzt. Statt der Küken sind es hier aber Pflanzen, Seen, Felder, Häuser oder andere Objekte, und statt eines Roboters mit einer Datenbank mit nur zwei Einträgen, nämlich rechts und links, ein Computerprogramm mit Datenbanken, die alle Störungen enthalten, die das untersuchte Objekt haben könnte. Und auch hier wird wieder klar, dass dem Unbewussten, dem morphogenetischen Feld, eine Intelligenz innewohnt, die mit Computern interagieren kann. Das ermöglicht dem Anwender einen Zugriff auf Wissen, zu dem er bisher instrumentell keinen Zugang hatte. So wird es nun möglich, in wenigen Minuten Befunde zu erheben, die zum größten Teil auch unter Ausschöpfung anderer moderner und kostspieliger Technologien nicht hätten erwartet werden können.

Gemeinsamkeiten von Radionik und Geomantie

Bei all den Verfahren, die mit feinstofflichen Informationen und Energien arbeiten, kommt es letztendlich nur darauf an, in dieser stofflichen Welt einen "Anker" für jene zu setzen. Ob man seine Absicht als Schamane im Ritual, als Geomant mit der Rute, als Therapeut mit der Nadel, als Christ durch die Kerze vor dem Heiligenbild, als Buddhist durch Mantras, im Feng Shui durch Symbole usw. in die stoffliche Welt trägt – all das entfaltet täglich seine Wirkung! Wenn auch Materie im Makrokosmos – in unserer Welt – sich anders verhält als ihre kleinsten Bausteine im Mikrokosmos , so wissen wir doch, dass eben diese Bausteine unsere Welt formen. Und wenn sie im Mikrokosmos Wunder vollbringen, die wir auch heute trotz (oder wegen?) modernster Forschung noch nicht verstehen, warum sollten sie das verlernt haben, nur weil sie Teil der makroskopischen Welt werden? Was den zweiten Diskussionspunkt hinsichtlich der Frage, ob denn eine Notwendigkeit besteht, gemachte Erfahrungen auch wissenschaftlich abzusichern, möchte ich abschließend noch Folgendes bemerken: Wissenschaft enthält schon im Wortstamm die Tatsache, dass es sich hier um geschaffenes Wissen handelt. Soweit wir das zurückverfolgen können, ist es noch keiner Generation gelungen, dieses geschaffene Wissen unbeschadet an die nächste Generation weiterzugeben, und betrachten wir die "Wissenschaft" vergangener Jahrhunderte, gibt es kaum Bereiche, die heute nicht zu Heiterkeitsausbrüchen verführen. Die damaligen Kontrahenten der Wissenschaft, wie z.B. Galileo Galilei, Paracelsus, Newton (!), Semmelweis, Hahnemann etc., zeigen uns, dass nach dem Papst nun vielleicht auch die Akademien ihren Anspruch auf Unfehlbarkeit ablegen sollten. Rupert Sheldrake (noch ein gutes Beispiel!) hat das wie folgt formuliert: "Wissenschaftler sehen sich selbst gern als Menschen auf dem Weg einer kühnen und furchtlosen Suche nach Wahrheit. Diese Vorstellung gibt inzwischen Anlass zu allerlei zynischem Spott. Sie stellt aber, wie ich finde, auch ein hohes Ideal dar, das durchaus Anerkennung verdient. (…) Tatsächlich stehen heute jedoch die meisten Naturwissenschaftler im Dienst militärischer oder wirtschaftlicher Interessen. (…) Die Gespenster des Karriereknicks, der Zurückweisung wissenschaftlicher Berichte durch Fachjournale, der Etatkürzungen und schließlich der Ablehnung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft sorgen zuverlässig dafür, dass man sich nicht zu weit von der jeweils herrschenden Schulmeinung entfernt – jedenfalls nicht öffentlich. Viele wagen erst dann ihre ehrliche Meinung zu sagen, wenn sie in den Ruhestand gehen oder den Nobelpreis gewonnen haben oder beides …" Wenn empirisch – wie im Falle der Radionik – feststeht, dass da etwas wirkt, darf man nicht mehr nach dem Motto "weil nicht sein kann, was nicht sein darf" verfahren. Das Defizit liegt auf Seiten der Wissenschaft und nicht umgekehrt! Im Sinne eines Zusammenwachsens beider Lager wäre es aber selbstverständlich wünschenswert, wenn sich für die Empirie auch wissenschaftliche Grundlagen finden ließen. Aber notwendig? Nein, notwendig ist es nicht.