Was bedeutet rechtsdrehendes Wasser?

in der Radiästhesie hört man immer wieder von rechtsdrehendem Wasser. Was ist damit gemeint?

von Dipl. Ing. Stefan Brönnle , Eike Georg Hensch , Hartmut Lüdeling , Helmut Seifert , Peter F. Strauss erschienen in Hagia Chora 5/2000

Heilwasser
Eike Hensch
Bei der linksdrehenden oder rechtsdrehenden Abstrahlung von Wässern handelt es sich um die Drehrichtung der Rotation des Elektronenspins des Wasserstoffatoms. Vergleichbar ist dies der Eigenrotation der Erde mit der jedem bekannten Dauer von 23 Stunden und 56 Minuten (1 Tag). Jede Rotation erzeugt eine zirkularpolarisierte Schwingung, so auch beim Wasserstoff. Das ist von biologischer Bedeutung für die Qualität des Wassers: rechtsdrehende Wässer haben positive Eigenschaften auf biologische Systeme.
Wasser ist Speichermasse für elektromagnetische Wellen im Wärme- und Mikrowellenbereich. Es können also bestimmte Frequenzmoden, denen heilende Wirkung nachgesagt wird, durch die das Wasser umgebenden Materialien eingespeichert werden. Die Form eines Wasserbehältnisses kann diese Frequenzmoden erhöhen oder verändern. Die Polarisation der Wässer ist für die Heilwirkung der Frequenzmoden von entscheidender Bedeutung: rechtszirkulare Wässer sind lebensfördernd und bakterizid. Deshalb war es ein Anliegen aller Kulturen, rechtsdrehendes Wasser zu pflegen und gegebenenfalls auch über weite Strecken zu transportieren.
Grundsätzlich werden drei Gruppen von Wässern unterschieden:
- Linksdrehendes Wasser, das sind etwa 80% aller Wässer.
- "Heilwasser" mit - je nach Brunnen - besonderer Heilwirkung. Dieses Wasser kann nach einiger Zeit oder unter besonderen Umständen seinen rechtsdrehenden Spin aufgeben und "umkippen".
- "Heiliges Wasser" wurde bereits im Mittelalter so genannt. Es ist grundsätzlich rechtsdrehend und nicht umpolarisierbar.

Assoziationen
Peter F. Strauss
Die Begriffe "rechtsdrehend" bzw. "linksdrehend" spielen in der modernen Radiästhesie eine große Rolle. Neben Intensität und Fließrichtungsbestimmung ist die Bestimmung der Polarisation das entscheidende Kriterium zur qualitativen Beurteilung unterirdisch fließenden Wassers. Ohne deren Feststellung können meines Erachtens keine Aussagen über spezifisch heilsame (oder pathologische) Wirkungen von Wasseradern getroffen werden. Im Folgenden geht es mir nicht um eine "wissenschaftliche" Definition, sondern ich versuche, als Künstler meine subjektiven Assoziationen und Vorstellungen zu diesem Thema zu beschreiben. Eine in radiästhetischen Kreisen weitverbreitete Anekdote berichtet davon, dass sich bei der Untersuchung von Heilquellen bei Pendlern das Pendel immer nach rechts drehte, bei normalem Wasser hingegen nach links. Im Laufe der Zeit bildete sich ein Konsens, das Wasser von heilsamen Quellen als "rechtsdrehend" zu bezeichnen. Dass heilige Quellen durchwegs eine solche Qualität aufweisen, konnte ich während der Recherchen zum Buch "Heilige Quellen zwischen Donau, Lech und Salzach" durch Messungen mit der Lecher-Antenne nachweisen. Ich sehe hier eine Analogie zu anderen Phänomenen. So kommt offenbar im gesunden menschlichen Gewebe nur "rechtsdrehende" Milchsäure vor, im Krebsgewebe dagegen nur "linksdrehende". Ob der Joghurt mit "rechtsdrehenden" Kulturen tatsächlich gesundheitsförderlicher ist, vermag ich nicht zu beurteilen. In der taoistischen Philosophie wird Yang mit rechts, Yin mit links in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es hier keine Bevorzugung einer bestimmten Polarität, sondern es wird auf die Notwendigkeit des harmonischen Gleichgewichts zwischen Yin und Yang hingewiesen.
Aus meiner Sicht repräsentiert das "rechtsdrehende" Moment das Konstruktive im geistigen Evolutionsprozess, dem das "linksdrehende" als notwendiges Moment der Dekonstruktion oder Auflösung gegenübersteht. Bei der genaueren Untersuchung von Sakralorten konnte ich in den letzten Jahren immer wieder ausgesprochen linksdrehende Stellen ausmachen, die offensichtlich aus Balance-Gründen in das Heiligtum integriert wurden. Aus meiner Sicht ist eine sehr differenzierte Betrachtung dieser polaren Gegensätze nötig, um nicht in eine einseitige Bevorzugung oder Ablehnung von "rechts-" oder "linksdrehend" zu geraten.

Rechtszirkuläre Signale
Helmut Seifert
Werden rechtszirkuläre Signale in therapeutisch sinnvoller Harmonie und Intensität dem Körper zugeführt, kommt es zu entsprechenden Resonanzimpulsen, die köpereigene kybernetische Schaltkreise wieder aktivieren und Blockaden in Meridianbahnen aufheben können. Die Radialkraft setzt sich aus den rechts- und linkszirkularen kinetischen Einzelkräften zusammen. Es ist eine fließende Kraft, die auf einer wendelförmigen Linie einen Energieaustausch zwischen zwei Körpern erzeugt. Die kinetische rechtszirkulare Radialkraft ist mit dem Begriff Yang der Traditionellen Chinesischen Medizin vergleichbar, die linkszirkulare Radialkraft mit dem Begriff Yin.
Die kinetische oder potenzielle Radialkraft setzt sich zusammen aus Zentripetalkraft, Zentrifugalkraft und der Beschleunigung eines Körpers, wobei der Körper in einem links - oder rechtszirkularen Feld rotiert. Das Feld wird von der potenziellen Radialkraft eines oder zweier Körper erzeugt. Die fließende Energie überträgt sich vom mit positiver Energie angereicherten Körper auf den negativ geladenen Körper.
Da sich die fließende Energie im Wasser linear ausbreitet oder zusammenzieht, bestimmt die Fließrichtung zum Minus- oder Pluspol die Intensität der Radialkräfte. Wasser ist Träger und Biotransmitter von Radialkräften, Frequenzen und Signalen. Der Gesundheitswert eines Wassers hängt nicht allein von seinem Mineralgehalt ab, sondern vielmehr auch von seiner Struktur, seinem Informations- und Energiegehalt. Entsprechend den Gesetzmäßigkeiten der Homöopathie ist die Information nicht an die Materie gebunden, sondern an das Schwingungsmuster, welches das Präparat aussendet. Radiästhetische Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Wasser mit rechtszirkularer Radialkraft Schwingungseigenschaften besitzt, die einen hohen Wert für die Energieversorgung zur Gesundheitsprophylaxe aufweisen.

Umpolarisieren
Hartmut Lüdeling
Bei der geomantischen Untersuchung heiliger Quellen und Brunnen fällt häufig eine radiästhetische Besonderheit auf. Der Verlauf der zulaufenden Wasserführungen kann oberhalb des Wasseraustritts gut gemutet werden, mit Ausnahme eines Bereiches, der ungefähr 5 bis 10 Meter entfernt liegt. Hier scheinen die Wasseradern förmlich verschwunden zu sein, für Rutengänger nicht oder nur schwer zu muten. Die Wässer und speisenden Wasseradern heiliger Brunnen und Quellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie von den Rutengängern als "rechtsdrehend" eingestuft werden. Dieser Begriff kommt ursprünglich aus der Optik und bezeichnet eine Polarisationsform des Lichts. Speziell bei der Rechtsdrehung handelt es sich um eine elliptische oder zirkulare Polarisation, bei der die Ausbreitung schraubenförmig erfolgt. Durch geeignete Polarisatoren (z.B. Polarisationsfolien im Fotohandel), die in den Strahlungsverlauf gebracht werden, wird die Strahlung durch deren Drehung entweder verstärkt oder abgeschwächt durchgelassen. Der Begriff Polarisation, der sich in der Radiästhesie eingebürgert hat, darf keinesfalls mit der Polarität verwechselt werden. Im frei übertragenen Sinne bedeutet Polarisation "wie die Strahlung schwingt", Polarität jedoch "welcher Pol (gerade) sendet oder empfängt". Der kundige Rutengänger überprüft die Polarisation einer Strahlung deshalb nicht mit dem Pendel, sondern nur unter Zuhilfenahme eines Magneten oder Polarisationsringes, den er nach Vorschrift an Rute oder Lecherantenne einsetzt.
Zurück zu unseren Quellen und den "blinden Flecken", die in den gemuteten Wasseradern auftauchen. Wird die Polarisation in Fließrichtung vor dem "Fleck" bestimmt, liegt zumeist "Linksdrehung" vor, hinter dem Fleck meist "Rechtsdrehung". Wir erkennen staunend, dass hier eine Art Umpolarisierung stattfindet.
Wir haben zu diesen Phänomenen eine Reihe von Versuchen gemacht und können für die Umpolarisierung von Leitungswasser eine praktische Empfehlung geben. Benötigt wird ein Röhrchen aus Quarzglas mit Verschluss-Stopfen und etwas gutes Wasser.
1. An einem Wasserhahn wird etwas kaltes Wasser entnommen und ein Tropfen davon in das Röhrchen gegeben.
2. Dann wird das Röhrchen mit 9 Tropfen des guten Wassers aufgefüllt. Nach homöopathischer Vorschrift nimmt man es in die Faust, hält es zu und "potenziert" es mit 10 leichten Schlägen der Faust gegen einen mittelweichen Gegenstand (Telefonbuch, Lederkissen). Auf diese Weise ist eine homöopathische Potenz "D1" hergestellt.
3. Das Röhrchen wird nun bis auf einen Resttropfen entleert und anschließend wieder mit 9 Tropfen des guten Wassers aufgefüllt. Nach einer erneuten Behandlung nach Schritt 2 erhält man nun die Potenz "D2".
4. Das beschriebene Verfahren wiederholt man so oft, bis die gewünschte Potenz erreicht ist. Allgemein bewährt hat sich "D6".
5. Nach Abschluss dieser Behandlung wird das Röhrchen in einem möglichst lichtgeschützten Bereich an dem Zuleitungsrohr "Kaltwasser" des oben genannten Auslaufhahnes befestigt. Bei einer Küchenspüle kann dies vorzugsweise im Unterschrank dicht unterhalb der Durchführung durch die Arbeitsplatte geschehen. Wir empfehlen, das Röhrchen parallel zur Leitungsführung mit Seiden- oder Wollfaden festzubinden.
6. Indem man dem fertig potenzierten Röhrchen Schwingungsinformation in Form von etwas Erde eines besonderen Platzes zugibt, kann das Wasser weiter aufgewertet werden.
7. Der Erfolg dieser Maßnahme sollte mit Pendel oder Rute nachprüfbar sein. Kaltes Wasser müsste auch noch nach ca. 15 Minuten statt vorher linksdrehend nun als rechtsdrehend getestet werden.
Wir hatten ursprünglich mehrfach geraten und getestet, das Aufbereitungsröhrchen auf das Glas der Wasseruhr zu legen. Der Erfolg war, dass sich das gesamte Kaltwasser in der anschließenden Hausinstallation umpolarisierte, allerdings mit einer unliebsamen Nebenwirkung: Innerhalb von 3 Monaten begannen sich die Inkrustationen aus den Leitungen zu lösen und verstopften die Perlatoren an den Wasserhähnen. Zur Vermeidung dieser Nebenwirkungen sollte das Röhrchen eben so dicht wie möglich in der Nähe des Auslaufhahnes befestigt werden.

Dualistisches Denken?
Stefan Brönnle
Ursprünglich meinte die Bezeichnung "rechts-" bzw "linksdrehend", wie von Peter Strauss richtig angemerkt, sehr banal einfach die Drehrichtung des Pendels. Da bestimmte "Strahlungen", "Schwingungen" oder "Frequenzen", die eine Rechtsdrehung des Pendels auslösten, meist als "positiv" (durchaus im wertenden Sinne), also als heilend oder angenehm erfahren wurden, übertrug sich die Bezeichnung später auf die sogenannte "Polarisation" einer Frequenz, die hypothetisch wie von Prof. Hensch oder Hartmut Lüdeling auf physikalischem Niveau erklärt werden kann. Viel interessanter als die Frage, "Was ist rechts- bzw. linksdrehend im physikalischen Sinne?" ist für mich die Frage, "Was steckt hinter der gängigen Wertung der Polarisationen?". Reinhard Schneider, der den Begriffswandel von der Pendeldrehrichtung zur physikalischen Polarisation deutlich mit beeinflusst hat, unterschied selbst zwischen der Polarisation (rechts-/linksdrehend) und der Polarität (Yin/Yang) einer Frequenz, wobei er letztere ebenfalls auf bestimmte Strahlungsaspekte zu reduzieren versuchte, was aus philosophischer Sicht (die daoistische Philosophie betreffend) natürlich nicht haltbar ist, da Yin und Yang stets nur in Relation zu einem Bezugssystem definiert werden können.
Allgemein wird die rechtsdrehende Polarisation als körperlich (oder auch geistig) aufbauend gesehen, die linksdrehende dagegen als abbauende Komponente. Daraus ergab sich schnell eine oft synonym verwendete Sprache, die rechtsdrehend als "positiv", linksdrehend hingegen als "negativ" wertete. Dahinter steckt jedoch das Wertungssystem einer patriarchalen Kultur, die den Aufbau als wertend positiv, den Abbau als wertend negativ empfindet. So gilt der ungebremste wirtschaftliche Aufschwung, von wenigen Querdenkern einmal abgesehen, nach wie vor als gewünschtes, positives politisches Ziel. Oder auf ökologischer Ebene: Destruenten werden als schleimig, unappetitlich, krankheitsübertragend etc. empfunden, während kaum einer dazu neigen würde, Honig als "Bienenerbrochenes" zu bezeichnen. Auch bei Pflanzen können diverse Wuchsanomalien festgestellt werden, die durchaus nicht immer nur bei linksdrehender Strahlungspolarisation auftreten: Für Wasseradern allgemein gilt der Zwieselwuchs eines Baumes als Indikator - Aus Sicht des Baumes also polarisationsunabhängig eine Störung. Wasseraderkreuzungen sowie Kreuzungssysteme anderer Strahlungsphänomene können sich - wiederum polarisationsunabhängig - auch im Drehwuchs des Baumes äußern.
Interessant ist besonders die Fernwirkung von Strahlungsphänomenen wie Wasseradern bei sogenannten Halbparasiten, Symbionten und Komensalen. So gilt der Efeu an Bäumen als möglicher Indikator einer Wasserader (oder auch einer geologischer Verwerfung): Für den Efeu also ein positives Strahlungsklima, für den Baum indirekt negativ, da er in Konkurrenz zum Licht mit dem Efeu tritt. Die Mistel dagegen steht in dem Ruf, bei linksdrehender Strahlung aufzutreten, diese aber für den Baum zu "entstören". In dieser Sichtweise wäre die Mistel nicht wie in der Biologie ein Halbparasit, sondern ein Symbiont! Für die Mistel ist linksdrehend "positiv". Sie wandelt die Polarisation in für den Baum positive rechtsdrehende Strahlung um. Besonders interessant ist der Hexenbesen, der an Bäumen vor allem unter dem Einfluss hoher rechtsdrehender Strahlungsintensitäten auftritt. Der Baum wird sozusagen zu ungehemmtem Wachstum angeregt (rechtsdrehende Polarisation), was für ihn allerdings nur wenig vorteilhaft ist.
Erste Untersuchungen in der Medizin zeigen, dass auch hier rechtsdrehend nicht immer mit gut gleichzusetzen ist. So liegen Vermutungen vor, die die Parkinsonsche Krankheit auf den starken Einfluss rechtsdrehender Strahlungen zurückführen, die sich in einer "Überladung" des Körpers niederschlägt und sich im Symptom der Muskelzuckungen (es sei an die Reichschen Orgasmus-Entladungen erinnert) äußert. Damit kann "rechtsdrehend" sehr vorsichtig als für bestimmte Organismen (zu denen der Mensch zählt) als aufbauende Kraft, "linksdrehend" als für bestimmte Organismen abbauende Kraft beschrieben werden. Für andere Organismen kann es sich anders verhalten. Grundsätzlich sollte man sich davor hüten, hier in ein dualistisches Denken zu verfallen. Rechtsdrehend bedeutet eben nicht immer gut und linksdrehend nicht schlecht. Auch halte ich es für verfehlt, alle linksdrehenden Wasseradern umpolarisieren zu wollen (ein Denken, das in Rutengängerkreisen allzu häufig anzutreffen ist). Ein ausgewogenes Verhältnis von aufbauenden und abbauenden Kräften ist in der Natur Voraussetzung für gesunde Lebensprozesse.