Karlsruhe

Eine neue Ebene geomantischer Arbeit

von Ana Pogačnik , Claudia Straßmann erschienen in Hagia Chora 6/2000

Dieser Artikel steht in einem denkwürdigen Zusammenhang. Am 3. Juni 2000 verstarb Jens-Martin Möller, ein Pionier der Geomantie, dessen Studien und praktische Arbeiten insbesondere der Sonnenstadt Karlsruhe galten. Claudia Straßmann beschreibt, wie sie zusammen mit Ana Pogacnik nun auf einer ganz anderen Ebene die Arbeit mit der Seele dieses Ortes fortsetzt.

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Im Sommer 1999 fiel Ana Pogacnik Karlsruhe als eine besondere Stadt auf - nur im Vorüberfahren, denn sie war auf dem Weg zu unserem Seminar im Achertal im Schwarzwald. Ana hatte den Eindruck, dass es sich um eine "bemerkenswerte" Stadt handeln müsse. So war ihr Interesse für Karlsruhe geweckt, diesem Ort, der so wichtig ist für das "Holon Schwarzwald". So beschloss ich, dort eine Seminarreihe zu beginnen, die uns in der nächsten Zeit durch das gesamte Gebiet des Schwarzwaldes führen wird. Der Schwarzwald ist ein in Europa einzigartiges Gebirge, sein uraltes Gestein stammt aus der Frühzeit der Erdgeschichte. Alte ägyptische Schriften meinen, hier befinde sich das Eingangstor zur Erde. Ich fragte Ana vorsichtig, ob sie wisse, dass über Karlsruhe dicke Bücher geschrieben worden seien und dass Karlsruhe zuweilen als "geomantische Hauptstadt" bezeichnet würde. "Nein", war ihre knappe Antwort. Selbstverständlich wusste ich, dass Ana, (die mit ihrem Vater Marko Pogacnik seit einem Jahrzehnt in der Erdheilung zusammenarbeitet) keine esoterischen, spirituellen oder gar geomantischen Bücher liest. Sie möchte sich auf diese Weise vor fremdem Wissen schützen. Die Botschaften, die sie aus dem von ihr "Angelic Ocean" (nur mangelhaft mit "Engelwelt" wiedergegeben) genannten Kontinuum empfängt, sollen sich möglichst nicht mit angelesenem Wissen vermischen.

Ein erstarrtes System?
Ana konnte also unvorbelastet an die Arbeit mit Karlsruhe herangehen. Ich aber kannte die Sisyphusarbeit von Jens Martin Möller und seine Auseinandersetzung mit vielen Instanzen. Seine Geomantie war eine ganz andere Arbeit. Ich hatte bislang keine echte Beziehung zu Karlsruhe aufbauen können. Meist kam ich frustriert, ja fast aggressiv aus dieser Stadt zurück. Auch die Kunstszene oder der Museumsbetrieb blieben mir und meiner Familie eher fremd. Ich sah und spürte in der Bildgestalt von Karlsruhe ein erstarrtes Sonnenmandala - faszinierend, aber tot. Die Stadt symbolisierte für mich eine gescheiterte Hoffnung auf eine machtvolle Ausstrahlung, in Stein geformte Phantasien patriarchaler Sicht- und Denkweisen. Karlsruhe war besetzt von den immer aufs Neue festgeklopften geomantischen Strukturen des 18. Jahrhunderts. Das hielt mich fern, reizte mich aber zugleich, dort zu arbeiten. Das Prinzip der Ordnung, überall präsent, die wenig spielerischen Parks, der klassizistische Stil mit seinen geradlinigen, mächtigen Straßenzügen und den meist in der Sonne weiß scheinenden Bauwerken wirkten auf mich heiß und trocken. Bei einer Meditation über der topographischen Karte zeigte sich mir ein ganz anderes Bild. Ich sah eine fruchtbare, waldreiche Landschaft, geprägt durch den Nordschwarzwald mit seinen wasserreichen Flüssen und den mächtigen, mäandrierenden Rhein. Vor meinen Augen lag ein Netz großartiger Fließstrukturen im Raum einer wässrig weiblich-lebendigen Landschaft. Zum ersten Mal spürte ich die kosmische Anbindung einer Landschaft. Meine Abfrage nach dem wirkenden Prinzip ergab die Antwort "Neptun". Ich war gespannt, ob wir bei unserer Arbeit auf die Aspekte des zweiten transsaturnischen Planeten stoßen würden, der höheren Oktave von Venus. Neptun ist von Fritz Riemann als der Planet der Sehnsucht nach Befreiung aus der engen Ich-Bezogenheit gedeutet worden. Er verkörpere das grenzenauflösende Prinzip und ermögliche, die feinsten Schwingungen bis hin zur Allverbundenheit zu spüren. Was wird erzählt über die Entstehung dieser Stadt? Der lebenslustige Stadtgründer Carl Wilhelm hatte möglicherweise als Flucht vor seiner gestrengen pietistischen Ehefrau eine Lust- und Ruhestatt gesucht. Der Ort sollte in sicherer Entfernung zur häuslichen zähringischen Karlsburg in Durlach liegen. Beim Ausritt fand Carl den geeigneten Ort in einem tiefen Mittagsschlaf-Traum im Hardtwald. Er träumte von hübschen Blumenmädchen aus Holland. Bei der Gestaltung der Stadt wurde allerdings nichts mehr den Träumen überlassen. Das zentrale Schloss war absoluter Mittelpunkt der damaligen Residenz - bis heute sprechen Bauten wie das Bundesverfassungsgericht, der Bundesgerichtshof, der Oberkirchenrat und viele Behörden eine andere Sprache, die Sprache von Gesetz, Recht und Berechnung. Anas Engelbotschaft zu Karlsruhe: "Der Ort ist sehr stark und hat ein großes, starkes Energiepotential, das zugleich ganz unterdrückt ist. Der ganze Ort ’lebt unter großem Druck oder einer Erinnerung, die es ihm nicht erlaubt, richtig zu atmen, so, als wäre der Ort mit einem Deckel abgedeckt und könnte nicht all das ausstrahlen, was in ihm angelegt ist oder was er in seiner Essenz im Sinne seiner Bestimmung trägt."

Verschlossene Orte öffnen
Heiß und trocken und an manchen Orten physisch übel war uns bei der Vorbereitung der Orte, die Ana für das Seminar "Auf der Suche nach dem Mythos der Stadtlandschaft Karlsruhe" gefunden hatte. Wir sahen viele Ordnungshinweise, Gerichtsgebäude, eckig gestutzte Eiben in allen öffentlichen Anlagen, Krähenvögel ... Bei dieser Vorbesichtigung der Orte versuchten wir, diese auf die kommende Erinnerungsarbeit der Seminarteilnehmer vorzubereiten. Gestörte, verschlossene Orte bekommen den ersten wirksamen Impuls, so dass für den Ort die Wucht der Begegnung nicht zu groß und für die Gruppe das Einfühlen leichter wird. Meist fangen die Wesenheiten des Ortes gleich an, darauf hin zu wirken, die Kommunikation zu erleichtern. Karlsruhe wurde am 17. Juni 1715 gegründet, wir begannen das Seminar am 2. Juni 2000. Beide Daten ergeben die Quersumme 10. Ich hatte plötzlich den starken Eindruck, dass Jens Martin Möller in seiner symbolistischen Denkart mitten unter uns war. Einige der Kursteilnehmer sprachen von ihrem guten Kontakt zu ihm. Sie wussten viel von Karlsruhe. Bald jedoch stellte sich für alle heraus, dass die Orte, die Ana Pogacnik mit den Engeln findet, von ganz anderer Art sind - Orte eines lebendigen Landschaftsorganismus, wie die Meridianpunkte oder Chakras des Menschen, die unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele spiegeln. Somit entsteht ein Doppelspiegel: der Ort spiegelt sich in uns, wir uns im Ort. Wie sich unser Lebensmandala aus vielen zeitlichen und physischen Erfahrungen mit den geistig-seelischen Aspekten im Laufe des Lebens ausgestaltet, so gestaltet sich auch das Mandala eines Ortes. Alles, was je an einem Ort gedacht, gesagt oder getan wurde, geht in sein Gedächtnis ein, bildet ein neues Muster dazu. Als energetisches Bild vergleicht Ana einen Ort mit einem Nadelöhr, durch das alle Fäden (Energien) hindurchgehen - Energien aus allen Richtungen, in allen Qualitäten, Formen und Farben. Dieser geomantische Ansatz ist der Versuch, sich in das Urgedächtnis von Orten hinein zu begeben, indem ähnliche Erlebnisse unseres Lebens-Mandalas in Resonanz mit dem Ort gehen. Es war erstaunlich, wie schnell sich die Seminarteilnehmer von der Prägung des historischen, eher zweidimensionalen geomantischen Musters von Karlsruhe auf eine mehrdimensionale Erfahrungsebene umstellen konnten. Anas Fähigkeit besteht darin, durch sorgsam geführte Meditationen die Gruppe an den Urbildern eines Ortes teilhaben zu lassen. Sie führt uns unter bestimmten Vorgaben an verschiedene Orte. Punkte in Karlsruhe, die für eine generelle Reinigung geeignet sind: "Hier steht die Aufgabe an, durch den Deckel - eine dichte undurchsichtige Schicht - zu stoßen, der die ursprünglichen Energien von Karlsruhe unter Verschluss hält." Wir suchen zwei Reinigungspunkte (Ana) auf. Die TeilnehmerInnen empfanden Unterschiedliches: "Ich fühle mich stark verwurzelt; wo ich stehe, bildet sich eine Mulde; ich drücke die Erde herunter - Gähnen. - Unreinheit fließt durch meinen Körper; mir kommen Tränen." Mit einem Reinigungssingen versucht jeder von uns, das in Tönen auszudrücken, was er körperlich-seelisch empfindet. Nach dem Austausch erfolgt noch ein Akupunktursingen: Wir singen alle zusammen einen Ton in die Erde, dort wo wir stehen. Die TeilnehmerInnen sehen Farben, spüren starke Schwingungen, reagieren auf die Erde, empfinden die Vogelstimmen lauter, bewusster. Eine Taube gesellt sich zu uns. Ein Ort, wo die originale Energie-Qualität von Karlsruhe noch zu spüren ist (Weinbrennerplatz): "Mit dem Einfühlen erwecken wir die Urqualität für die gesamte Landschaft und helfen, dass sie sich konzentrierter ausbreiten kann."
Die TeilnehmerInnen tauchen in die Urenergie ein und drücken durch Töne aus, was sie erleben. Der dichte Verkehr auf der vielbefahrenen Straße nebenan wirkt für viele störend. Je nachdem, ob sie in den Ist-Zustand oder in die ursprüngliche Landschaft eintauchen, sind die TeilnehmerInnen anschließend geteilter Meinung: "Eine kraftvolle Energie floss mir durch das Rückgrat, der Unterleib fühlte sich aber verstopft an. - Schmerzen, Druck auf die Schulterblätter. - Zwischen den gestutzten Eiben geht es mir schlecht; ein ganz starkes Kribbeln in den Füßen - Trauer, ein See von Tränen. - Feuer lodert dunkel; ich erlebte eine neue Technik des Feuermachens: in die hohe Rauchsäule wurden durch eine spezielle Technik Muster hineingegeben. - Segelboote, alle ohne Segel, waren gefangen in einem ausgetrockneten Becken. - Kein Zugang zum Wasser." Ana erklärt: "Wir haben das Urwissen von der ursprünglich reinen Natur in jeder unserer Zellen gespeichert. Wir gehen ganz in diese Erinnerung und drücken noch einmal an diesem Ort die Urqualität durch harmonisches Tönen aus. Wir erinnern uns und den Ort an diese ursprüngliche Kraft." Das Bild eines großen, weich gerundeten Kessels entsteht in mir, etwa wie der Kessel von Gundestrup. Ich verankere ihn durch eine Kupfer-Eisenverbindung im Boden. Die Flüssigkeit schwappt im Inneren hin und her, fließt in alle Richtungen. Ich sehe das von außen, und gleichzeitig bin ich selbst der Kessel - bin mir der Verankerung in der Erde sehr bewusst. Das vital-energetische Zentrum von Karlsruhe (Stephans-Kirche): "Es fühlt sich an, als ob er seine Wurzeln verliert. So ist der ganze Ort von der unglaublich starken Quelle abgeschnitten. Es handelt sich nicht um eine Blockade oder Zerstörung, sondern die Qualität des Ortes ist unwirksam, inaktiv." Hier erleben die Teilnehmer unterschiedliche Qualitäten: "Das wässrige Element fühlt sich erstarrt an, das feurige bildet eine hohe Stichflamme. - Symbol der Trotte (Weinkelter). - Schläfrigkeit, Ruhe und Zufriedenheit. - Der Ort ist reich an Wesenheiten." Die Meinungen sind ambivalent. Plötzlich bricht eine Diskussion über die Machtverhältnisse in der Stadt aus, über die Rolle der Kirchen, wer sich hier um die Stephanskirche herum angesiedelt hat, z.B. Kircheneigene, Gebäude, Banken etc., über die Art des Kirchenbaus, eine mächtige Kuppel. Wir tanzen ein Mandala an diesem Ort, und arbeiten dabei mit Farben. Die Bewegung des Tanzens prägt ein Muster in den Ort und fordert ihn auf, sich zu lockern. "Husten bei der Farbe violett; durch die Kirchentür kommt die Farbe gelb; die Schritte bewirkten, dass der Deckel geöffnet wurde." Wir singen und visualisieren noch einmal individuelle Farben: "Das Singen war endlos und anstrengend. - Die schrägen Töne wollten nicht aufhören, der Baum kam mit seinen Wurzeln nicht zur Quelle. - Nach langer Zeit entstand ein Grün, der Deckel auf dem Platz wurde gehoben." Wir gingen noch einmal in die Kirche, um uns in den Platz einzufühlen. Die Kirche war von den meisten als sehr erstarrt empfunden worden. Dazu kam, dass der Organist in der Kirche einen markerschütternden Dauerton aushielt. Was die einen zum Davonlaufen bewegte, zog die anderen an. Was geschieht hier? Plötzlich wird der Ton aufgelöst in einem furiosen Akkord. Was immer der Organist an seiner Orgel zu tun hatte, es wurde zum symbolischen Akt. Wer sich die Dissonanzen lange genug anhörte, wurde davon befreit. Plötzlich fielen uns auch Einzelheiten in der Kirche auf, z.B. der rote Drache im Altarraum. Wir erlebten die symbolische Frucht unserer Arbeit. Das Yin-Yang System von Karlsruhe: "Die Yin-Quelle liegt in Rintheim, in der Kirche ’Zum guten Hirten . Die weibliche Kraftquelle, die von unten an die Erdoberfläche stößt, möchte ihre Energie in Form einer Spirale in die Landschaft verbreiten. Sie steckt in tiefen und großen Problemen. Sie ist fast vollständig eingezwängt, zugestöpselt und unterdrückt unter unglaublichen Schmerzen. Das Problem sind ihre tiefen und schwerwiegenden Erinnerungen aus der Vergangenheit. Die Quelle desYang-Platzes an der Alb liegt tief in der Erde versteckt und hat die Form einer Fontäne. Beide Plätze brauchen untereinander eine Balance. Sie möchten verbunden werden." Rintheim als Vorort von Karlsruhe hat noch einen dörflichen Charakter. Als wir dort zum Yin-Platz vor der Kirche kamen, wurden wir von den Menschen, die offensichtlich in Bierlaune hinter ihren Gartenzäunen saßen, bestaunt. Während wir den Ort erkundeten, fühlten sich die Männer relativ wohl, die Frauen dagegen nicht. Die evangelische Kirche "Zum guten Hirten" war verschlossen. Auf der Höhe des Altarraumes waren von außen starke Energien zu spüren. Vor der Kirche gab es merkwürdige energetische "Löcher", wir empfanden die Fassade als starr oder als felsenfeste Verankerung. Auch beschäftigte uns die kranke Linde vor der Kirche. Anas Engel meinte: "Das Problem ist alt, oft wurden an solchen weiblichen Energiequellen Richtplätze eingerichtet. Singen hilft, den Platz zu revitalisieren."

Die Arbeit findet Resonanz
Wir sangen derart intensiv, dass es fast eine halbe Stunde dauerte, um von der Disharmonie zur Harmonie zu gelangen. Dann verteilten wir uns auf dem freien Platz, um singend in eine individuelle Bewegung überzugehen. Einige von uns nahmen Menschen wahr, die uns beobachteten. Sie schauten hinter den Geranien aus dem offenen Fenster, von Gartenzäunen aus, gingen verwundert an uns vorbei. Als wir uns am Ende um die Linde herum zum Verschnaufen auf die Rundbank setzten, kam ein Paar in Freizeitkleidung auf uns zu. Sofort kamen wir in ein Angstmuster: "Wir werden verjagt". Der Mann hielt einen Schlüssel in der Hand und sagte nur: "Ich mache Ihnen die Kirche auf, innen ist eine wunderbare Akustik." So gingen wir still und etwas irritiert in die Kirche hinein. Dort erwartete uns eine eigenartig fremde Atmosphäre, wie ich sie noch nicht erlebt hatte - ein graues Licht, das transzendent und lebendig zugleich wirkte. Die Taufkerze wurde angezündet. Wir summten, Ana ließ ihre Stimme von den Engeln tragen. Wir bedankten uns und verließen schweigend die Kirche. Draußen vor der Tür kamen wir mit dem Ehepaar ins Gespräch. Es zeigte sich, dass die Pfarrersleute in ihrem Garten hinter der Mauer den ganzen Prozess miterlebt und mitgetragen hatten. Sie waren so angetan, dass sie uns nach einem längeren interessanten Gespräch mit den Worten verabschiedeten: "Sie haben mit dem, was Sie hier getan haben, gepredigt. Danke dafür." Erst Angst und Bedenken - dann diese Überraschung, mit der wir nie gerechnet hätten. Für einige aus unserer Gruppe war dies der Höhepunkt des Seminars. Der Yang-Platz in den Anlagen der Alb nahe eines Spielplatzes zeigte sich uns einen Tag später dann äußerlich wie ein weiblicher Ort. Nach der Arbeit erkannten wir, dass in beiden Plätzen beide Qualitäten schon enthalten waren, genau wie im Yin-Yang-Symbol - die gewünschte Balance der beiden Kraftquellen wurde für uns nachvollziehbar. In diesem Artikel können nur einige der Orte, die wir in unserer Arbeit aufgesucht haben, genannt werden. Die anderen sind selbstverständlich ebenso wichtig. Gegen Ende des intensiven und arbeitsreichen Wochenendes entdeckten wir noch ein Bonbon: Der Landschaftsengel von Karlsruhe hat seinen Fokus in einem Garten in einem gar nicht so ordentlichen alten Rosenbusch - eine Energie, die so stark spürbar war, dass die TeilnehmerInnen ihn alleine fanden. Ana schreibt am 26. Juni: "Karlsruhe - das ist ein starker Ort, nicht nur auf der energetischen, sondern auch auf geistiger Ebene. Es ist ein Ort, an dem du die Wege zwischen verschiedenen Dimensionen und Welten intensiv erlebst. Oder anders gesagt, ein Ort, wo diese Welten eine Verbindung zueinander schaffen und sich vereinen können. Schon in der Vergangenheit war das sehr anziehend für Menschen, so dass möglicherweise dieser Ort als Kult- und Ritualort galt. Nun sprechen wir über ein größeres Gebiet, dessen Zentrum der Turm von Karlsruhe ist. Die gesamte Landschaft kannst du dir vorstellen als einen großen Kessel, in dem ’Energien dieser verschiedenen Aspekte, Ebenen, Welten zusammenfließen, sich verbinden und von diesem zentralen Punkt ausgehend in die Landschaft hinein strömen. In diesem Sinn ist der Turm ein sehr starker geistiger Ausatmungspunkt." Zehn Tage nach dem Seminar erfuhr ich, dass Jens Martin Möller am 3. Juni einem Leiden erlegen war. Viele mitfühlende Menschen empfanden seine Ablösung vom Hiersein als Erlösung für ihn. Er geriet immer wieder in enge Verknüpfung mit der Zeit der Atlantiden, so dass womöglich auch für Karlsruhe eine Lösung aus jenen Strukturen ansteht. Es hat mich berührt, dass Jens ging, als Ana hier mit einer Gruppe arbeitete. Wie wir die weibliche und männliche Energie in der Arbeit mit der Erde und uns selbst verbinden, wird die Qualität der modernen Geomantie ausmachen. Dann kann Karlsruhe wieder atmen und zu seiner erd-alten Identität zurückfinden.