Kosmische Energieleitbahnen

Die pentagonale Energiestruktur der Erde

von Siegfried Prumbach erschienen in Hagia Chora 3/1999

Der Erdkörper schwingt im Muster einer pentagonalen Energiestruktur - so die neue Hypothese des Künstlers und Geomanten Siegfried Prumbach. Er entdeckte, dass die von ihm gefundene "Cosmic Line" mit der "Grail Line" aus der Templer-Tradition den Ursprung eines europäischen Fünfecks bildet. Dieses wiederum ist die Basis eines weltumspannenden Dodekaeders. Die Größe dieses Kristallgitters ist Anlass für Prumbach, über eine globale Geomantie nachzudenken.

(Das ungekürzte Original-Manuskript finden Sie unter: http://www.geomantie.net/downloads/archiv/energiebahnen.html )

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Wenn Geomanten über Energielinien sprechen, geraten sie leicht ins Schwärmen. Wer ihnen dabei zuhört, gerät ebenso leicht in Verwirrung. Es schwirrt nur so von Leylines, Chi-Flüssen, Gitternetzen, Landschaftschakren, Ein- und Ausatmungspunkten oder biovitalen Strömen. Sie bewegen sich auf unterschiedlichen Ebenen, transzendieren diese zum Teil und dann auch wieder nicht. Dahinter stehen unterschiedliche Kosmologien, die in der modernen Geomantie zum Teil auf anthroposophische Ansätze zurückgehen, wie bei Marko Pogacnik, auf die klassischen Geheimwissenschaften, wie bei Dawkins, oder, wie auch in meinem Fall, auf die Ansätze der Philosophie Ken Wilbers und der integralen Tiefenökologie eines Kirchhoff.
Allen geomantischen Auffassungen gemeinsam ist die Anschauung vom Kosmos als einem Ordnungsgefüge im altgriechischen Sinne. Kosmos bedeutete dort Schönheit, und verstanden wurde er als die beseelte Ganzheit der Welt. Platon nannte ihn die Weltenseele. Wenn wir die anima mundi als Grundlage der geomantischen Arbeit akzeptieren, fällt es nicht schwer, in ihrem Ordnungsprinzip alle Bewusstseins- und Energiezustände, alle Lebenspläne und Strukturen als in ihr enthalten zu erkennen.
Für Ken Wilber, einem führenden Vertreter ganzheitlicher Philosophie, besteht der Kosmos aus unterschiedlichen Sphären. Er spricht von der Physiosphäre, dem Reich von Stoff, Materie und Energie, von der Biosphäre, dem Reich der Natur im Sinne von Erde, Pflanze, Mensch, und der Noosphäre (gr. nous = Geist), dem Reich des Geistes und der geistigen Schöpfungen.
Die Geist- oder Noosphäre ist vielleicht mit dem Blattwerk eines Baumes zu vergleichen, welches das Licht einsammelt und bis in die Wurzeln sendet. Vielleicht besteht die Noosphäre aus subtilem, fluktuierendem Licht oder besser noch aus schillerndem Sternenstaub. Wenn sich dieser akkumuliert, so wie sich das Blattwerk zur Krone verdichtet, entstehen Lichtgeometrien oder Sternenstaubmuster. Wenn eine Baumkrone sich verdichtet, bildet sie lauter kleine Verzweigungen in Form eines Ypsilons = Y. Das grafische Zeichen Y ist sozusagen ein Archetyp des Wachstums, also der Verbindung von Geist und Materie.
Die Baumanalogie ließe sich noch weiter führen. Die Biosphäre ist demnach der Stamm, der für die Natur, Erde, Mensch steht. Erde und Mensch bilden eine Ebene in diesem Modell. Zerstört der Mensch die Natur, den Stamm, gibt es keine Krone, keine Geistsphäre mehr. Dieses Bild nimmt den Menschen in die volle Verantwortung für die geistige Entwicklung des Kosmos, denn die Krone kann nur wachsen, wenn der Stamm vorhanden ist. Dann erst kann er von der geistigen Substanz der Noosphäre durchdrungen werden.

Die Platonischen Körper
Platon beschreibt die "geistige Substanz des Kosmos" in seinem Werk "Timaios" als die Kosmischen Körper, die Gott nach Zahlenordnungen gesetzmäßig, also geometrisierend, gestaltete. Mathematisch und geometrisch gesehen gibt es nur fünf vollkommene, symmetrische, reguläre Polyeder, deren Oberfläche aus nur einer Art von gleichseitigen Vielecken besteht: Tetraeder, Würfel, Oktaeder, Dodekaeder und Ikosaeder. Platon ahnte, daß diese Körper die energetischen Bausteine des Kosmos sind. Doch war es Kepler vorbehalten zu erkennen, dass sogar die Megastruktur unseres Sonnensystems nach den Gesetzen der fünf vollkommenen Polyeder gestaltet ist. Ausgangspunkt waren die Verhältnisse von Um- und Inkugel der Platonischen Körper, die sich in den Maßverhältnissen der Planetenbahnen wiederfinden.
"Die Erdsphäre (d.h. die Umlaufbahn) ist das Maß für alle anderen Bahnen. Ihr umschreibe ein Dodekaeder, die dieses umspannende Sphäre wird die Marsbahn sein. Der Marsbahn umschreibe ein Tetraeder; die dieses umspannende Sphäre wird die Jupiterbahn sein. Der Jupiterbahn umschreibe einen Würfel; die diesen umspannende Sphäre wird die Saturnbahn sein. Nun lege in die Erdbahn ein Ikosaeder, die diesem einbeschriebene Sphäre wird die Venusbahn sein. In die Venusbahn lege ein Oktaeder; die diesem einbeschriebene Sphäre wird die Merkurbahn sein. Da hast du den Grund für die Anzahl der Planeten (Kepler kannte nur diese)." (nach M. Caspar)
Platon ordnete den vollkommenen Körpern die vier Elemente zu, und zwar in der Reihenfolge ihrer Verdichtung:
Vierflächner Tetraeder leicht Feuer
Achtflächner Oktaeder mittel Luft
Zwanzigflächner Ikosaeder schwer Wasser
Würfel Hexaeder fest Erde
Über den fünften Körper spricht Platon nicht, nicht weil er ihn nicht kannte, sondern weil er heilig war und geheim gehalten wurde. Er war den Eingeweihten vorbehalten. Der Zwölfflächner ist aus Fünfecken gefügt, daher die Bezeichnung Pentagondodekaeder oder einfacher nur Dodekaeder. Er steht für die Quintessenz, das fünfte Element, die anima mundi, die Weltenseele.
Nun verhalten sich zwei Körperpaare polar, während eines sich selbst genügt. Oktaeder und Würfel gehen auseinander hervor, ebenso Ikosaeder und Dodekaeder. Ist die Noosphäre, wie es Wilber postuliert, eine wachsende Ganzheit, die jeweils ihre Vorläufer transzendiert und einschließt, dann ist auch der Mensch, die Pflanze und die Erde transzendiert vom Klangmuster des Dodekaeders und der übrigen Platonischen Körper.
Dass unserem Planeten wie auch allen anderen Sternen die kosmischen Körper eingeschrieben sind, ist auf Grund der Kugelform naheliegend. Dass dies nicht mit mathematischer Genauigkeit geschieht, sondern als Annäherung, ist natürlich. Es geht auch hier nicht um Mathematik, sondern um archetypische Gesetze. Die Kugel ist ein perfekter sphärischer Körper, weil sie alle anderen enthält und weil alle anderen durch sie wirken.

Bereits bestehende Theorien zu geometrischen Strukturen
Im Jahre 1973 stellten die Russen Makarov, Morozow und Goncharow das Modell einer sich abkühlenden Erde vor, die sie in Verbindung mit einem polzentrierten Dodekader brachten, dessen Kanten der Plattentektonik entsprechen sollten. Das traf auch in bestimmten Bereichen zu, z.B. im atlantischen Graben, aber eben nicht an den meisten anderen Kanten.
Eine Polprojektion des Ikosaeders hatte der Amerikaner Sanderson 1960 angenommen. Er konstruierte weitere Dreiecksunterteilungen und ging dann auf die Suche nach Bezugspunkten, was grundsätzlich eine gängige geomantische Methode ist. So waren das Bermudadreieck und die Pyramiden von Gizeh miteinander verbunden, und er baute darauf eine ganze Geschichte auf, die von seinem wertvollen Ansatz ablenkte. Was man Sanderson nicht hoch genug anrechnen kann, ist seine Vision eines trigonalen Netzwerkes, das wie keine andere Struktur in der Lage ist, den Globus zu umspannen. Denn die rechtwinkligen Gitterprojektionen einiger europäischer Radiästhesisten verwandeln sich mit zunehmender Annäherung an die Pole in Dreiecke. Sie verlieren daher ihren rechtwinkligen Charakter und eignen sich nicht besonders dazu, globale Energiemuster zu beschreiben.
Sanderson, Makarov und ihre Freunde haben wichtige Vorarbeiten geleistet, auch wenn ihnen die geistige Dimesion der Platonischen Körper wohl nicht bewußt war. Im geomantischen Ansatz würde man die Geologie der auf dem Magma gleitenden Kontinentalplatten mit dem Element Feuer und damit mit dem Tetraeder in Verbindung bringen, denn Feuer und Tetraeder sind Teil der Physiosphäre, der Ebene des Stofflichen.
Das tat 1986 der Antroposoph Hans-Ulrich Schmutz, der ein Buch mit dem Titel "Die Tetraederstruktur der Erde" veröffentlichte. Er bezieht sich dabei auf Hinweise von Rudolf Steiner. In seiner gründlichen Arbeit weist er nicht nur die Tetraederstruktur der Erde nach, sondern zeigt auch die Metamorphosen zum Oktaeder und Würfel, jeweils im Lichte der Plattentektonik. Mit dem Würfel hören seine geologisch-geometrischen Untersuchungen folgerichtig auf, denn weitere Platonische Körper sind mit der Physiosphäre nicht mehr unmittelbar verbunden.
Geologische Strukturen sind Energielinien, und sie stehen in Bezug zur Geometrie der ersten drei Platonischen Körper. In der Geomantie ist hinreichend bekannt, wie hochenergetisch geologische Brüche und Plattengrenzen sind. Kultplätze und alte Kirchen finden wir in diesen Bereichen, und sie stehen dort, weil sie Teil eines alten geotherapeutischen Konzeptes sind. Hier sind nicht nur die globalen Bruchzonen gemeint, sondern auch die Intraplattenstörungen und kleinen Brüche, die es zuhauf gibt.

Die Geschichte der Forschungsarbeit
In London wurde im Februar dieses Jahres die 1. Global Harmonics Conference veranstaltet, um die Entdeckung der globalen Energieleitbahnen zu präsentieren. Es wurde gezeigt, wie der Sphärenklang der Geistsphäre als Dodekaeder- und Ikosaedergebilde auf dem Globus verortet ist, und es wurden viele gute Gründe zum Beleg dieser Hypothese beigefügt.
Im Jahre 1986 arbeitete ich an der geomantischen Analyse eines kelto-romanischen Tempels in Kornelimünster/Rhld. Die Spuren führten bald nach Aachen und Leiden und, in der anderen Richtung, zur Insel Reichenau im Bodensee und weiter bis nach Ravenna in Italien. Bei diesen Arbeiten tauchte immer wieder die Zahl 33 auf, die nicht nur in der christlich-gnostischen Lehre, sondern auch in den klassischen Geheimwissenschaften eine kosmische Größe ist. So erhielt diese Energieleitbahn, die die genannten Orte vom Tempel der Göttin Sunuxsal aus in einem Winkel von 33° zu Nord verbindet, den Namen "kosmische 33°-Linie" oder kurz "Cosmic Line".
Einige Jahre später traf ich den englischen Geomanten Peter Dawkins. Er sprach von seiner Forschungsarbeit zur Grail Line (Gralslinie), einer mythischen Energielinie, die in der schottischen See ihren Anfang nimmt und im Golf du Lion endet und deren Mitte die Stadt Bourges ist. Dawkins hat in den letzten zehn Jahren jedes Energiezentrum dieser Leitbahn besucht und geomantisch bearbeitet. 1990 entdeckte ich, daß die Cosmic Line und die Grail Line Teile eines größeren Ganzen waren. Sie waren die Basiskoordinaten des komplexesten aller sphärischen geometrischen Körper, des Pentagondodekaeders.
Wie kam es zu dieser Entdeckung? Sakrale Geometrie ist ein Teil des geomantischen Handwerks. Cosmic Line und Grail Line trafen sich nördlich von Schottland in einem Winkel von 18° . Diese 18° sind ein Teilwinkel des Pentagramms, so bilden 4 ¥ 18° = 72° den Eckwinkel eines Fünfecks. Die beiden Linien mussten also zu den inneren Diagonalen eines Pentagons gehören. Der das Pentagon umschreibende Kreis wurde durch den Mittelpunkt Bourges und den Schnittpunkt der beiden Linien bei Schottland bestimmt. Das Ergebnis war sehr überraschend. Denn plötzlich gab es nicht nur eine Grail Line und eine Cosmic Line in Europa, sondern achtzehn weitere Leitbahnen.
Verbindet man in einem Fünfeck jede Ecke mit jeder und die Ecken zusätzlich mit dem Mittelpunkt, entsteht aus den Verbindungslinien im Zentrum ein neues Fünfeck, das nun seinerseits wieder unterteilt werden kann - und so fort bis in alle Ewigkeit. Fünfecke vervielfältigen sich aber nicht nur selbst ins unendlich Kleine und Große, die Maßverhältnisse ihrer fünf Diagonalen entsprechen dem Goldenen Schnitt oder dem Göttlichen Maß, wie es früher hieß. Das mag einer der Gründe sein, warum Fünfecke und Pentagramme von der Geometrie bis zur Magie immer als etwas Besonderes angesehen wurden.

Suche nach Belegen in der ganzen Welt
Die weitere Arbeit war nur noch auf einem Globus möglich, da auf normalen Landkarten Strecken über 50 Kilometer zu verzerrt sind. Das europäische Fünfeck hatte eine enorme Größe. Seine Eckpunkte lagen in der schottischen See, bei Kaliningrad an der Ostsee, an der Stiefelspitze Italiens, im Atlasgebirge in Marokko sowie im Atlantik im westeuropäischen Meeresbecken. Verlängert man die Kanten dieses Fünfecks, so ensteht ein Pentagramm, also ein Fünfstern, dessen Spitzen die Ecken eines neuen Fünfecks bilden. Dessen Ecken finden sich in der polaren Barentssee, im Kaspischen Meer, im Tschadsee in der Sahel, im Kapverdischen Becken vor der afrikanischen Westküste und vor der Küste Labradors in Kanada. Dieses amero-euro-afrikanische Fünfeck passt genau zwölfmal auf den Globus. Es bildet so ein Pentagondodekaeder und damit gleichzeitig ein Ikosaeder, denn die Mittelpunkte der Pentagramme sind die Eckpunkte des Ikosaeders.
Diese Entdeckung war außergewöhnlich. Eine Abweichung des Winkels der beiden Ausgangslinien um nur 1° oder die Veränderung des Radius um nur einen Millimeter kann schon nicht mehr zu diesem Ergebnis führen. Dass die Basiskoordinaten, die Grail Line und die Cosmic Line, unabhänig voneinander von zwei Geomanten entwickelt wurden, kann die Glaubwürdigkeit nur bestärken. Neun Jahre dauerte es, um Belege für andere Eckpunkte dieses kosmischen (Erden-)Körpers, die im geomantischen Sinne als Leitbahnen subtiler Kräfte angesehen werden können, zu sammeln.
Der Begriff "Energieleitbahn" wirft die Frage auf, was Energie eigentlich ist. Nun, ich verstehe Energie als eine Bewegung, die man nicht direkt sehen, aber oft fühlen kann. Wir fühlen z.B. den Wind auf der Haut und sehen die Wolken, nicht aber die Luft, die Träger des Windes ist. Funksignale sehen wir erst, wenn sie als Bilder oder Töne aus dem Fernseher kommen. Energien sind also unsichtbare Bewegungen von Kraft. Leitbahnen sind Wege dieser Kraft - Windschneisen, Funktrassen etc. In der Geomantie spricht man z.B. von Leylines. Das sind gerade verlaufende Energielinien, die - soweit sie denn noch intakt sind - eine lebensfördernde Wirkung auf Mensch und Umwelt haben. Ähnlich den Funktrassen besitzen sie "Relaisstationen", oft in Form von sakralen Bauwerken oder stehenden Steinen (Ley heißt im Mittelhochdeutschen soviel wie "großer Stein" oder "Fels" = Loreley). Wie gesagt sind die Kräfte einer Leyline normalerweise unsichtbar, es sei denn, man ist von Natur aus hellsichtig oder beherrscht eine andere Form der hellen Wahrnehmung, oder aber - und dieser Weg steht jedem Menschen offen - man hat das Basishandwerk des Geomanten erlernt - das Rutengehen. Die pentagonalen Energieleitbahnen als Ausdruck einer kosmischen Geometrie sind auch auf der Oberfläche der Erde verortet und damit für den Menschen nachvollziehar - und das offenbar seit Tausenden von Jahren.

Ältere Verweise auf ein Fünfeck-System
Da die Platonischen Körper eine kosmische Realität sind und wir Geomantinnen und Geomanten den Kosmos als ewig sehen, waren diese Körper immer und werden sie immer sein. Sollten nicht auch andere vor uns ihre Spuren gefunden haben? Peter Dawkins’ Grail Line findet sich in einer Skizze von Templerniederlassungen aus dem 12. Jahrhundert wieder, die 1996 zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Karl der Große verbindet die Städte Aachen und Ravenna, indem er das zweiunddreißigstrahlige Oktogon Ravennas in Aachen nachbaut und dann schwarze Granitsäulen und Mosaiken aus Ravennas Kirchen ausbauen und nach Aachen bringen läßt. Beide Orte liegen auf der Cosmic Line. Verlängert man sie nach Norden, kommt man nach Aberdeen. Dort hat man die ältesten Artefakte aller fünf Platonischen Körper gefunden, die auf 3000 Jahre v.Chr. datiert werden. Sie sind 2500 Jahre älter als Platons erste Beschreibungen dieser Körper.
Die berühmten Portolankarten des Mittelalters, die mit einer erschreckenden Genauigkeit Küstenverläufe von Kontinenten wiedergeben, die noch gar nicht entdeckt waren, z.B. der Antarktis, sind nach einem zweiunddreißigstrahligen Koordinatensystem konstruiert, das eine seltsame Missweisung zu Nord zeigt. Projiziert man die Missweisung, die durch Ravenna führt, und die des Schwarzmeerraumes nach Norden, kommt man zu jenem Punkt im Polarmeer, an dem das Pentagondodekaeder verortet ist. Den Portolankarten und den Oktogonen von Ravenna und Aachen liegt ein zweiunddreißigstrahliges Koordinatensystem zugrunde. Rechnet man den Mittelpunkt dieser Strahlenkonstruktionen hinzu, erhalten wir die Zahl 33. Die Energieleitbahnen des Dodeka-Ikosaeders münden in 32 peripheren Zentren und einem gemeinsamen (Erd-)Mittelpunkt, somit in 33 Punkten.
Das europäische Zentrum des globalen Energiesytems ist die Stadt Bourges in Mittelfrankreich. Sie ist verblüffend genau nach pentagonalen Geometrien angelegt, wie man anhand von Straßenverläufen, Hügelgräbern, Kirchen und alten Römerstraßen erkennen kann. Vergrößert man das Basispentagramm der Stadtanlage von Bourges nach der beschriebenen Methode, trifft man wieder auf die Fünfecke der europäischen Größenordnung.
Die globalen Zwölf- und Zwanzigflächner müssen in der Vergangenheit schon bekannt gewesen sein. Die neuerliche Findung dieser kosmischen (Bewusstseins-)Struktur ist unabhänig von persönlichen Interessen entstanden und könnte die Grundlage einer globalen Geomantie werden, abseits aller Gruppenegoismen. Allein seine Entdeckung ist im tiefsten Sinne spirituell und demokratisch und kann Menschen in Zukunft die Möglichkeit geben, einen gemeinsamen geistigen Weg mit der Erde zu gehen. Die Geomantie ist eine große Unterstützung auf diesem Weg, denn sie lehrt, die Erde wieder zu fühlen und wahrzunehmen.